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Glossar

Was ist Künstliche Intelligenz?

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Künstliche Intelligenz ist ein Sammelbegriff für Software, die Aufgaben übernimmt, für die bisher menschliches Urteilsvermögen nötig war: Sprache verstehen, Dokumente einordnen, Muster erkennen, Entscheidungen vorbereiten. Der Begriff beschreibt kein einzelnes Produkt, sondern ein Feld, in dem heute vor allem das maschinelle Lernen die Ergebnisse liefert. Für ein Unternehmen ist KI deshalb keine Anschaffung, sondern eine Eigenschaft, die einzelne Programme haben.

Klassische Betriebssoftware arbeitet mit Regeln, die jemand vorher aufgeschrieben hat: Wenn der Rechnungsbetrag über 5.000 Euro liegt, geht die Freigabe an die Geschäftsführung. Ein KI-System bekommt stattdessen Beispiele und leitet daraus selbst ab, wie ein Fall aussieht und was zu tun ist. Der Unterschied ist praktisch: Regeln sind vorhersehbar und stur, gelernte Verfahren sind flexibel und ungenau. Deshalb ersetzt KI selten eine funktionierende Regel, sondern deckt genau die Fälle ab, für die sich nie eine Regel formulieren ließ.

Im Alltag begegnet Ihnen KI fast nie als eigenes Produkt, sondern eingebaut: im Postfach, das Anhänge vorsortiert, in der Telefonanlage, die das Anliegen erfasst, im Buchhaltungsprogramm, das Belege ausliest. Was den Markt seit einigen Jahren bewegt, ist die generative KI und mit ihr das Sprachmodell, weil es erstmals ohne Programmierkenntnisse bedienbar ist. Sie kaufen also nicht KI, Sie kaufen eine Anwendung, die eine bestimmte Aufgabe erledigt, und KI steckt darin.

Der häufigste Fehler ist, die Einführung von KI zum Projektziel zu erklären. Daraus entstehen Lenkungskreise ohne Anwendungsfall und Pilotprojekte, die niemand vermisst, wenn sie enden. Wer stattdessen mit einer benannten Aufgabe beginnt, etwa der Bearbeitung von Lieferantenrechnungen oder der Beantwortung wiederkehrender Kundenfragen, hat einen Maßstab, an dem sich das Ergebnis messen lässt. Die Technikfrage stellt sich dann erst an zweiter Stelle, und oft beantwortet sie sich fast von selbst.

Ob sich der Einstieg für Sie lohnt, erkennen Sie an drei Signalen: Es gibt Arbeit, die täglich anfällt und immer gleich abläuft; sie besteht überwiegend aus Text, Sprache oder Dokumenten; und es gibt jemanden, der das Ergebnis fachlich beurteilen kann. Fehlt das dritte Signal, verschieben Sie das Vorhaben, denn ungeprüfte KI-Ergebnisse erzeugen mehr Arbeit, als sie sparen.

Woran Sie erkennen, dass eine Aufgabe zu KI passt

  • Sie fällt regelmäßig an und folgt einem erkennbaren Muster, ohne dass sich eine feste Regel formulieren ließe.
  • Der Rohstoff ist Text, Sprache, Bild oder ein Dokument, nicht eine saubere Tabelle.
  • Ein Fehler ist ärgerlich, aber nicht sofort teuer, weil eine Prüfung dazwischenliegt.
  • Es existiert eine Fachkraft, die richtig von falsch unterscheiden kann und dafür Zeit hat.

Welche Begriffe hängen damit zusammen?

  • Maschinelles Lernen: Verfahren, bei dem ein System Regeln aus Beispieldaten ableitet, statt sie programmiert zu bekommen.
  • Generative KI: KI, die neue Inhalte erzeugt: Texte, Bilder, Code oder Sprache, statt nur zu klassifizieren.
  • Sprachmodell: Ein Modell, das Sprache verarbeitet und fortsetzt, indem es das jeweils wahrscheinlichste nächste Stück Text bestimmt.

Wo wird Künstliche Intelligenz in der Auswahl konkret?

Begriffe helfen erst, wenn sie an einer Entscheidung hängen. Künstliche Intelligenz spielt vor allem in KI-Assistenten & LLM-Plattformen eine Rolle. Dort sehen Sie, wie die geprüften Lösungen mit dem Punkt umgehen, jeweils mit Quelle und Stand-Datum. Ausführlicher steht das auf KI im Mittelstand einführen.

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Häufige Fragen

Ist KI dasselbe wie ChatGPT?

Nein. ChatGPT ist eine Anwendung, die auf einem Sprachmodell aufsetzt, und Sprachmodelle sind nur ein Teilgebiet der KI. Bilderkennung in der Qualitätssicherung oder Prognosen in der Disposition zählen ebenso dazu und funktionieren technisch anders.

Brauchen wir dafür eine eigene IT-Abteilung?

Für den Einstieg in der Regel nicht, weil die meisten Lösungen als fertiger Dienst gebucht werden. Was Sie brauchen, ist eine verantwortliche Person, die Regeln festlegt, Zugänge verwaltet und Fragen der Belegschaft beantwortet. Ohne diese Rolle versandet die Nutzung nach wenigen Wochen.

Ist KI für einen Betrieb mit 30 Mitarbeitenden überhaupt sinnvoll?

Ja, wenn eine konkrete Aufgabe im Weg steht. Kleine Betriebe profitieren oft schneller, weil Entscheidungen kurz sind und eine einzige gut gelöste Aufgabe bereits spürbar entlastet. Der Aufwand liegt weniger im Einkauf als in der Einarbeitung.

Quellen

  • Anbieterangaben laut Anbieter-Websites (abgerufen am 20.08.2026)