amber (ehemals amberSearch): Funktionen, Preise, DSGVO-Fakten
Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes
Kurz gesagt
amber durchsucht SharePoint, Confluence, Teams, Google Drive, HubSpot und Salesforce und beantwortet Fragen im Chat, unter Beachtung der vorhandenen Berechtigungen. Der Anbieter nennt ISO 27001, Hosting in T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU sowie einen AV-Vertrag; Enterprise-Kunden können auf eigener Infrastruktur betreiben. Der Einstieg liegt bei 9,99 € pro Nutzer und Monat.
- EU-Hosting
- AVV verfügbar
- ISO 27001
- On-Premise möglich
Was ist amber?
amber, bis zum Markenwechsel amberSearch, ist eine Business-AI-Plattform aus Aachen. Kern ist eine Unternehmenssuche über angebundene Systeme, ergänzt um einen Chat, der Fragen auf Basis der gefundenen Dokumente beantwortet, und um Agents für wiederkehrende Aufgaben.
Angebunden werden laut Anbieter SharePoint, Confluence, Microsoft Teams, Google Drive, HubSpot und Salesforce. Die Suche beachtet dabei die bestehenden Zugriffsrechte: Wer ein Dokument im Quellsystem nicht sehen darf, bekommt es auch in amber nicht angezeigt, für Wissensmanagement die zentrale Anforderung.
Die Plattform läuft laut Sicherheitsseite in T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU; Enterprise-Kunden können sie auf eigener Infrastruktur betreiben.
Für wen eignet sich amber?
amber passt für Unternehmen ab etwa zehn Mitarbeitenden, deren Wissen über mehrere Ablagen verstreut ist und die einen deutschen Anbieter mit niedrigem Preis pro Nutzer suchen. Die Pläne sind laut Preisseite ab einem, 50 beziehungsweise 500 Nutzern gestaffelt; die Referenzen (Müller Textil, R-Biopharm, Zentis, ENTECCOgroup) stammen aus dem produzierenden Mittelstand.
Weniger geeignet ist amber, wenn Sie eine Entwicklungsplattform für eigene RAG-Anwendungen suchen, dafür steht in unserer Auswahl deepset, oder wenn ein SOC-2-Attest zwingend ist.
amber passt, wenn …
- … Wissen über viele Systeme verstreut ist und niemand mehr findet, was er sucht
- … bestehende Zugriffsrechte unbedingt respektiert werden müssen
- … Sie einen deutschen Anbieter mit niedrigem Preis pro Nutzer suchen
Was kostet amber?
Laut Preisseite: Starter 9,99 € pro Nutzer und Monat, weitere Pläne 13,99 € und 17,99 € (Stand 08/2026). Für 50 Nutzende im Starter-Plan sind das rechnerisch rund 500 € monatlich, für 200 Nutzende rund 2.000 € reine Lizenzkosten ohne Einführung. Ein Free-Plan ist nicht vorhanden.
Der Enterprise-Plan mit eigener Infrastruktur wird individuell bepreist. Fragen Sie nach, welche Konnektoren in welchem Plan enthalten sind und ob Indexierungsvolumen begrenzt ist.
Hosting, Datenschutz und Nachweise
Hosting laut Sicherheitsseite: T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist dort erwähnt, das Dokument selbst aber nicht öffentlich verlinkt. ISO 27001 ist auf der Sicherheitsseite genannt; zu SOC 2 heißt es lediglich, die Plattform sei gemäß dem Standard entwickelt, ein Attest ist nicht genannt.
Für Enterprise-Kunden nennt der Anbieter den Betrieb auf eigener Infrastruktur; ob das echtes On-Premise oder eine Private Cloud ist, wird nicht weiter spezifiziert. Deutschsprachiger Support ist bei einem Aachener Anbieter naheliegend, aber nicht wörtlich zugesichert. Die Impressumsseite haben wir nach dem Markenwechsel nicht separat geprüft (Stand 08/2026).
Vorteile und Nachteile aus dem Prüfprotokoll
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Niedriger Einstiegspreis pro Nutzer | SOC 2 nur „nach Standard entwickelt“, kein Attest |
| ISO 27001, AV-Vertrag und deutsche Rechenzentren angegeben | AV-Dokument nicht öffentlich verlinkt |
| Eigene Infrastruktur für Enterprise | Markenwechsel amberSearch → amber |
| Viele Konnektoren |
Integrationen und Einführung
Die Einführung beginnt mit der Anbindung der Quellsysteme und dem Abgleich der Berechtigungen; danach indexiert amber die Inhalte. Entscheidend ist die Qualität der Quellen: Eine Suche über veraltete oder doppelte Dokumente liefert veraltete Antworten.
Vor dem Start klären: Welche Ablagen enthalten das relevante Wissen? Sind die Berechtigungen dort sauber gepflegt? Wer ist für die Pflege der Inhalte verantwortlich, sobald die Suche produktiv ist? Ein Pilot mit einer Abteilung und zwei Quellsystemen zeigt schnell, ob die Antworten tragen.
Alternativen zu amber
Aus derselben Kategorie unserer Auswahl kommen je nach Anforderung in Frage:
- deepset Plattform zum Entwickeln, Betreiben und Steuern von RAG- und Agenten-Anwendungen auf Basis des Open-Source-Frameworks Haystack.
- innoGPT Unternehmensweite KI-Plattform mit Zugriff auf über 50 Modelle, Anbindung von Unternehmenswissen und Governance-Funktionen.
- nele.ai KI-Assistenz-Plattform mit Chat, Wissensdatenbanken (RAG), Prompt-Bibliothek und API, abgerechnet über Credits statt Nutzerlizenzen.
Den vollständigen Vergleich unserer Auswahl mit Überblickstabelle finden Sie auf Wissen & Suche.
Häufige Fragen
Was kostet amber?
Starter 9,99 € pro Nutzer und Monat, weitere Pläne 13,99 € und 17,99 €; Enterprise auf Anfrage (Stand 08/2026).
Respektiert amber bestehende Zugriffsrechte?
Ja, laut Anbieter beachtet die Suche die Berechtigungen der angebundenen Systeme.
Wo werden Daten bei amber verarbeitet?
In T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU laut Sicherheitsseite; Enterprise-Kunden können auf eigener Infrastruktur betreiben.
Hat amber SOC 2?
Nicht als Attest belegt; der Anbieter schreibt, die Plattform sei gemäß dem SOC-2-Standard entwickelt. ISO 27001 ist genannt.