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Workist: Funktionen, Preise, DSGVO-Fakten

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Workist konzentriert sich auf die Auftragserfassung: eingehende Bestellungen, Preisanfragen und Auftragsbestätigungen per E-Mail, PDF oder Excel werden ausgelesen und in SAP, Microsoft Dynamics, NetSuite, Sage oder proALPHA übertragen. Das Hosting erfolgt laut Anbieter in Frankfurt; ein AV-Vertrag ist verfügbar, SOC 2 wird genannt. Preise gibt es auf Anfrage mit zwölf Monaten Mindestlaufzeit.

  • EU-Hosting
  • AVV verfügbar
  • SOC 2

Was ist Workist?

Workist ist ein KI-Agent der Workist GmbH aus Berlin für den Vertriebsinnendienst. Er liest eingehende Aufträge, Preis- und Verfügbarkeitsanfragen, Auftragsbestätigungen sowie Leistungsverzeichnisse aus, per E-Mail, PDF, Excel oder iDoc, und überträgt die Daten ins ERP.

Anders als generische IDP-Plattformen ist Workist auf genau diesen Prozess spezialisiert: die Auftragserfassung. Eingangsrechnungen sind auf den geprüften Seiten nicht als Anwendungsfall belegt. Wer also Bestellungen abtippt, ist hier richtig; wer Rechnungen verarbeiten will, sollte sich die anderen Lösungen der Kategorie ansehen.

Der Anbieter nennt direkte Integrationen in SAP S/4HANA, SAP ECC, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Oracle NetSuite, Sage 100/200 und proALPHA, also in die ERP-Systeme, die im produzierenden Mittelstand verbreitet sind.

Für wen eignet sich Workist?

Workist passt für Unternehmen ab etwa 50 Mitarbeitenden mit einem Innendienst, der täglich Bestellungen manuell ins ERP überträgt, typisch für Hersteller und Großhändler mit vielen Stammkunden. Die Referenzen (Liebherr, Böllhoff, Gira, Brennenstuhl) stammen aus genau diesem Umfeld.

Weniger geeignet ist die Lösung für kleine Betriebe mit wenigen Aufträgen pro Tag und für Unternehmen ohne eines der genannten ERP-Systeme, dort wäre der Integrationsaufwand unverhältnismäßig.

Workist passt, wenn …

  • Ihr Innendienst täglich Bestellungen manuell ins ERP abtippt
  • Sie SAP, Dynamics, NetSuite, Sage oder proALPHA einsetzen
  • Sie einen spezialisierten Prozess statt einer generischen IDP-Plattform suchen

Was kostet Workist?

Workist veröffentlicht keine Preiszahlen. Die Preisseite nennt die Pläne Core, Professional und Enterprise, abgerechnet nach Dokumenten pro Jahr, mit einer Mindestlaufzeit von zwölf Monaten (Stand 08/2026). Für die Budgetplanung heißt das: Sie brauchen eine Schätzung Ihres jährlichen Auftragsvolumens, um ein Angebot zu erhalten, und binden sich für mindestens ein Jahr.

Ein Free-Plan ist nicht vorhanden. Fragen Sie im Angebot nach Einrichtungskosten für die ERP-Anbindung und danach, was passiert, wenn das Dokumentenvolumen über oder unter der gebuchten Staffel liegt.

Hosting, Datenschutz und Nachweise

Hosting laut Anbieter: EU-Hosting in Frankfurt als SaaS (Multi-Tenant); der dahinterstehende Cloud-Anbieter ist nicht genannt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist auf der SAP-Integrationsseite als verfügbar angegeben. Eine On-Premise-Variante für Workist selbst ist nicht belegt, die Nennung auf der Website bezieht sich auf das SAP-System des Kunden.

SOC 2 ist auf der Preisseite genannt, ein Report nicht verlinkt; eine eigene Sicherheitsseite fanden wir nicht. ISO 27001 ist nicht belegt. Deutschsprachiger Support ist bei einem Berliner Anbieter wahrscheinlich, auf den Seiten aber nicht wörtlich zugesichert (Stand 08/2026).

Vorteile und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

VorteileNachteile
Spezialisiert auf AuftragserfassungKeine öffentlichen Preise, 12 Monate Mindestlaufzeit
Direkte ERP-IntegrationenISO 27001 nicht belegt
EU-Hosting in Frankfurt und AV-Vertrag angegebenEingangsrechnungen nicht als Anwendungsfall belegt
SOC 2 genannt

Integrationen und Einführung

Der typische Ablauf: Ein Postfach für Bestellungen wird an Workist angebunden, der Agent liest die Dokumente aus, gleicht Artikel und Kunden mit den ERP-Stammdaten ab und legt den Auftrag an; der Innendienst prüft nur noch Ausnahmen. Die ERP-Anbindung ist der aufwendigste Teil der Einführung.

Vor dem Start klären: Wie viele Aufträge kommen pro Tag in welchen Formaten? Wie sauber sind Ihre Artikel- und Kundenstammdaten, sie sind die Grundlage für den Abgleich? Und wer entscheidet bei Unklarheiten, etwa bei abweichenden Preisen?

Alternativen zu Workist

Aus derselben Kategorie unserer Auswahl kommen je nach Anforderung in Frage:

  • DocuWare IDP (ehemals natif.ai) KI-gestützte Dokumentenverarbeitung (OCR/Handschrift, Klassifizierung, Extraktion) als Baustein des DocuWare-Dokumentenmanagements.
  • Konfuzio KI-Plattform zur Dokumentenverarbeitung (Extraktion, Klassifikation, Trennung) mit Workflow-Automatisierung, Cloud oder On-Premise.
  • Parashift Cloud-Plattform für KI-gestützte Dokumentenklassifikation und Datenextraktion mit Fokus auf regulierte Branchen.

Den vollständigen Vergleich unserer Auswahl mit Überblickstabelle finden Sie auf Dokumente & Verwaltung.

Häufige Fragen

Verarbeitet Workist auch Eingangsrechnungen?

Auf den geprüften Seiten nicht belegt; der Fokus liegt auf Aufträgen, Anfragen, Auftragsbestätigungen und Leistungsverzeichnissen (Stand 08/2026).

Was kostet Workist?

Keine öffentlichen Preise. Pläne Core/Professional/Enterprise nach Dokumenten pro Jahr, Mindestlaufzeit zwölf Monate.

Wo werden Daten bei Workist verarbeitet?

EU-Hosting in Frankfurt laut Anbieter; der Cloud-Anbieter ist nicht genannt. Ein AV-Vertrag ist als verfügbar angegeben.

Welche ERP-Systeme bindet Workist an?

Laut Anbieter SAP S/4HANA, SAP ECC, Microsoft Dynamics 365 Business Central, Oracle NetSuite, Sage 100/200 und proALPHA.