Was ist Single Sign-on?
Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes
Kurz gesagt
Single Sign-on bezeichnet die Anmeldung an mehreren Anwendungen über ein zentrales Firmenkonto, statt für jede Anwendung eigene Zugangsdaten zu pflegen. Die Anwendung fragt die Identität beim zentralen Verzeichnis ab, etwa über Standards wie SAML oder OpenID Connect. Die Abkürzung steht für den englischen Begriff und ist im Deutschen gebräuchlich.
Der entscheidende Nutzen liegt nicht in der Bequemlichkeit, sondern im Entzug. Wer ein Unternehmen verlässt, verliert mit dem Firmenkonto den Zugang zu allen daran angeschlossenen Anwendungen, und zwar sofort. Ohne diese zentrale Anmeldung bleiben Konten in einzelnen Werkzeugen aktiv, bis jemand sie einzeln abschaltet. Bei KI-Werkzeugen mit Zugriff auf Firmenwissen ist das ein handfestes Risiko.
Dazu kommen Nebenwirkungen, die im Alltag zählen. Die Anmeldung folgt Ihren eigenen Regeln, etwa der Zwei-Faktor-Anmeldung, ohne dass der Softwareanbieter sie umsetzen muss. Gruppen aus Ihrem Verzeichnis lassen sich häufig für die Rechtevergabe in der Anwendung nutzen. Und die Anmeldevorgänge tauchen in Ihrer eigenen Protokollierung auf, nicht nur in der des Anbieters.
In der Beschaffung wird die Funktion oft zu spät angesprochen. Viele Anbieter bieten sie erst in höheren Tarifen an, und dann verändert sich die Preisrechnung nachträglich. nele.ai etwa nennt Stand 08/2026 SSO über SAML 2.0 unter seinen Anbindungen. Klären Sie früh, ab welchem Tarif die Funktion enthalten ist und welche Standards unterstützt werden.
Sie brauchen die zentrale Anmeldung spätestens dann, wenn mehr als eine Handvoll Personen ein Werkzeug nutzt oder wenn es Zugriff auf Firmeninhalte hat. Für ein Einzelwerkzeug ohne sensible Daten kann eine sauber geführte Liste vorerst genügen. Diese Liste muss dann allerdings auch wirklich gepflegt werden, inklusive Austritten.
Welche Begriffe hängen damit zusammen?
- Berechtigungskonzept: Die Regel, wer welche Inhalte sehen darf. Bei Firmensuche entscheidet sie darüber, ob eine Einführung überhaupt zulässig ist.
- Audit-Log: Die Protokollierung, wer wann was getan hat. Grundlage für Nachvollziehbarkeit und Prüfungen.
- Technische und organisatorische Maßnahmen: Die konkreten Schutzmaßnahmen eines Anbieters, die als Anlage zum Auftragsverarbeitungsvertrag gehören.
Wo wird Single Sign-on in der Auswahl konkret?
Begriffe helfen erst, wenn sie an einer Entscheidung hängen. Single Sign-on spielt vor allem in KI-Assistenten & LLM-Plattformen und Wissen & Suche eine Rolle. Dort sehen Sie, wie die geprüften Lösungen mit dem Punkt umgehen, jeweils mit Quelle und Stand-Datum.
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Häufige Fragen
Ist eine zentrale Anmeldung dasselbe wie ein Berechtigungskonzept?
Nein. Die Anmeldung regelt, wer hineinkommt; das Berechtigungskonzept regelt, was jemand drinnen sieht. Beides muss zusammenpassen, sonst haben Sie geordnete Türen und ungeordnete Räume.
Was, wenn der Anbieter sie nur im teuersten Tarif anbietet?
Dann gehört der Aufpreis in die Gesamtrechnung und in den Vergleich. Rechnen Sie ihn ein, bevor Sie Angebote gegeneinander stellen. Ein günstiger Tarif ohne diese Funktion erzeugt an anderer Stelle Aufwand und Risiko.