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Glossar

Was ist Schnittstelle?

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Eine Schnittstelle ist ein festgelegter technischer Zugang, über den zwei Systeme Daten austauschen, ohne dass ein Mensch dazwischen abtippt. Im Softwareumfeld heißt sie meist API, was für Application Programming Interface steht. Sie legt fest, welche Daten in welchem Format abgerufen, angelegt oder verändert werden können.

Für KI-Projekte ist sie der Punkt, an dem sich Aufwand und Nutzen entscheiden. Ein Assistent, der Antworten formuliert, bleibt eine Insel, solange niemand die Ergebnisse zurück in das Warenwirtschafts- oder Buchhaltungssystem bringt. Erst über eine Schnittstelle wird aus einer erkannten Rechnung ein Buchungssatz. Die Frage, ob Ihr Zielsystem eine hat, ist deshalb oft wichtiger als die Frage nach dem Modell.

Praktisch begegnen Ihnen drei Ausprägungen. Fertige Anbindungen für gängige Systeme, die sich in Stunden einrichten lassen, etwa die Anbindungen von Workist an SAP S/4HANA oder Microsoft Dynamics 365 Business Central. Allgemeine Schnittstellen, über die eine Entwicklerin oder ein Dienstleister eine Verbindung baut. Und Zwischenschichten wie Make oder n8n, die zwischen zwei Systemen vermitteln, ohne dass Sie selbst programmieren.

Der teuerste Fehler ist die Annahme, dass eine vorhandene Schnittstelle auch die benötigten Felder liefert. Viele Systeme lassen sich auslesen, aber nicht beschreiben, oder sie erlauben nur bestimmte Vorgangsarten. Klären Sie deshalb vor dem Projekt, welche Felder in welcher Richtung fließen müssen, und lassen Sie sich das anhand eines echten Beispiels zeigen, nicht anhand einer Liste von Systemnamen.

Sie brauchen das Thema, sobald Ergebnisse aus einem KI-Werkzeug in einem anderen System landen sollen oder Daten aus einem anderen System hineinmüssen. Bleibt der Einsatz auf Lesen und Formulieren beschränkt, können Sie es zunächst zurückstellen. Sobald Sie Abläufe automatisieren, wird es zum Kern des Projekts.

Vor dem Projekt zu klären

  • Welche Felder müssen in welche Richtung fließen, und wie oft?
  • Gibt es eine fertige Anbindung, oder muss sie gebaut werden?
  • Erlaubt Ihr Zielsystem nur Lesen, oder auch Schreiben?
  • Wer betreut die Verbindung, wenn eines der Systeme aktualisiert wird?
  • Wie werden Fehler erkannt und gemeldet, wenn die Übertragung scheitert?

Welche Begriffe hängen damit zusammen?

  • Workflow: Eine festgelegte Kette von Schritten mit Auslöser, Bedingungen und Zielsystem.
  • KI-Agent: Ein Assistent, der nicht nur antwortet, sondern Schritte plant und Aktionen in anderen Systemen auslöst.
  • Webhook: Ein Ruf von System zu System, sobald ein Ereignis eintritt. Die einfachste Form der Kopplung.

Wo wird Schnittstelle in der Auswahl konkret?

Begriffe helfen erst, wenn sie an einer Entscheidung hängen. Schnittstelle spielt vor allem in Automatisierung & Agenten und Dokumente & Verwaltung eine Rolle. Dort sehen Sie, wie die geprüften Lösungen mit dem Punkt umgehen, jeweils mit Quelle und Stand-Datum.

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Häufige Fragen

Unser ERP hat keine Schnittstelle. Ist das Projekt damit erledigt?

Nicht zwingend. Häufig gibt es Wege über Dateiimporte, Datenbankzugriffe oder Zwischenschichten. Der Aufwand steigt aber, und die Lösung ist störanfälliger. Lassen Sie den Weg vor der Werkzeugentscheidung prüfen, nicht danach.

Wer baut die Anbindung, der Anbieter oder wir?

Das ist Verhandlungssache und gehört ins Angebot. Klären Sie außerdem, wer sie pflegt, wenn eines der beiden Systeme aktualisiert wird. Ungeregelte Zuständigkeit ist der häufigste Grund, warum Anbindungen nach einem Jahr still ausfallen.

Quellen

  • Anbieterangaben laut Anbieter-Websites (abgerufen am 20.08.2026)