Make: Funktionen, Preise, DSGVO-Fakten
Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes
Kurz gesagt
Make verbindet Tausende Web-Anwendungen über visuelle Szenarien, die auch Sprachmodelle wie OpenAI einbinden. Die Plattform läuft auf AWS mit Rechenzentren in der EU und Nordamerika; ein öffentlicher AV-Vertrag, ISO 27001 und SOC 2 sind angegeben. Self-Hosting gibt es nicht, Enterprise-Kunden erhalten eine separat verwaltete AWS-Umgebung.
- AVV verfügbar
- ISO 27001
- SOC 2
Was ist Make?
Make ist eine visuelle Automatisierungsplattform, die Web-Anwendungen, Datenquellen und KI-Modelle über sogenannte Szenarien verbindet. Abläufe werden per Drag-and-drop zusammengesteckt: Ein Auslöser (neue E-Mail, neues Formular, neuer CRM-Eintrag) stößt eine Kette von Aktionen in anderen Systemen an, optional mit einem Sprachmodell als Zwischenschritt.
Die Plattform gehört laut Footer und Datenschutzseite zur Celonis-Gruppe; ein Impressum mit Adresse war beim Prüflauf nicht erreichbar, weshalb wir den Firmensitz als nicht belegt führen. Als Integrationen nennt die Website unter anderem OpenAI, HubSpot, Monday.com, NetSuite, Salesforce und Slack.
Make richtet sich an Fachabteilungen, die ohne Entwickler automatisieren wollen. Self-Hosting gibt es nicht; Enterprise-Kunden erhalten laut Anbieter eine separat verwaltete AWS-Umgebung.
Für wen eignet sich Make?
Make passt für Solo-Selbstständige bis Unternehmen mit einigen hundert Mitarbeitenden, die Cloud-Werkzeuge miteinander verbinden wollen, etwa Formular zu CRM, CRM zu Rechnungsstellung, E-Mail zu Ticket. Der Free-Plan erlaubt einen Start ohne Vertrag, der Einstiegspreis liegt im einstelligen Dollarbereich.
Nicht geeignet ist Make, wenn Daten das Haus nicht verlassen dürfen (kein Self-Hosting) oder wenn Sie eine belegte EU-Regionswahl brauchen, dazu macht der Anbieter auf den geprüften Seiten keine eindeutige Aussage.
Make passt, wenn …
- … Fachabteilungen ohne Entwickler Abläufe zwischen Cloud-Tools verknüpfen sollen
- … Sie mit einem Free-Plan starten und klein hochskalieren wollen
- … Self-Hosting keine Anforderung ist
Was kostet Make?
Laut Preisseite: Core ab 9 $ pro Monat mit 10.000 Credits, ein Free-Plan mit 1.000 Credits monatlich, Enterprise auf Anfrage (Stand 08/2026). Abgerechnet wird in Credits, nicht in Operationen; Preise sind in US-Dollar, Euro-Preise haben wir nicht geprüft. Die Staffelung der Pro- und Teams-Pläne konnten wir nicht vollständig erfassen.
Für die Budgetplanung: Ein Szenario mit vielen Schritten verbraucht pro Durchlauf mehrere Credits. Messen Sie im Free-Plan den tatsächlichen Verbrauch Ihrer wichtigsten Abläufe, bevor Sie einen Plan wählen.
Hosting, Datenschutz und Nachweise
Hosting laut Preis- und Sicherheitsseite: Amazon AWS mit Rechenzentren in der EU und in Nordamerika, VPC, zwei Availability-Zonen; Enterprise-Kunden bekommen eine separat verwaltete AWS-Umgebung. Ob Kunden die EU-Region selbst wählen können, ist nicht belegt, für DSGVO-sensible Abläufe ein Punkt, den Sie schriftlich klären sollten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist als PDF öffentlich verlinkt.
ISO 27001 und SOC 2 (sowie SOC 3) sind auf der Sicherheitsseite genannt; bei ISO 27001 lautet die Formulierung, das Informationssicherheitsprogramm sei danach geprüft, Zertifikat und Geltungsbereich sind nicht einsehbar. Deutschsprachiger Support ist nicht belegt (Stand 08/2026).
Vorteile und Nachteile aus dem Prüfprotokoll
| Vorteile | Nachteile |
|---|---|
| Free-Plan und sehr günstiger Einstieg | Kein Self-Hosting / On-Premise |
| Öffentlicher AV-Vertrag, ISO 27001 und SOC 2 angegeben | EU-Regionswahl nicht belegt |
| Sehr viele App-Anbindungen | Firmensitz auf der Website nicht belegt (Impressum nicht erreichbar) |
| Preise in USD |
Integrationen und Einführung
Der Einstieg ist niedrigschwellig: Konto anlegen, erste Verbindung zu einer App herstellen, Szenario bauen, im Free-Plan testen. Für KI-Schritte binden Sie ein Sprachmodell wie OpenAI ein, dabei gelten dann zusätzlich dessen Vertrags- und Hosting-Bedingungen.
Vor dem produktiven Einsatz klären: Welche personenbezogenen Daten fließen durch die Szenarien? Welche Subprozessoren sind beteiligt (Make, AWS, das Sprachmodell)? Und wer im Unternehmen verantwortet Szenarien, die Fachabteilungen selbst gebaut haben?
Alternativen zu Make
Aus derselben Kategorie unserer Auswahl kommen je nach Anforderung in Frage:
- Langdock Unternehmensweite KI-Plattform mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung.
- n8n Workflow-Automatisierung für technische Teams mit KI-Agenten-Bausteinen, als Cloud aus Frankfurt oder selbst gehostet.
Den vollständigen Vergleich unserer Auswahl mit Überblickstabelle finden Sie auf Automatisierung & Agenten.
Häufige Fragen
Kann ich Make selbst hosten?
Nein. Self-Hosting oder On-Premise bietet Make laut Website nicht an; Enterprise-Kunden erhalten eine separat verwaltete AWS-Umgebung (Stand 08/2026).
Gibt es bei Make einen Free-Plan?
Ja, mit 1.000 Credits pro Monat laut Preisseite. Der Core-Plan beginnt bei 9 $ monatlich.
Wo werden Daten bei Make verarbeitet?
Auf AWS in der EU und in Nordamerika laut Anbieter; ob die EU-Region wählbar ist, ist nicht belegt.
Gibt es einen AV-Vertrag?
Ja, das Data Processing Agreement ist als PDF öffentlich auf der Website verlinkt.