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SwissGPT (AlpineAI): Funktionen, Preise, DSGVO-Fakten

Zuletzt aktualisiert am · Julius Saffarin

Kurz gesagt

SwissGPT ist die Plattform der AlpineAI AG aus Davos. Sie richtet sich laut Anbieter an kritische Sektoren wie Gesundheitswesen, Behörden und Hochschulen und umfasst Chat, dokumentbasierte Assistenten, Workflow-Agents, Transkription und eine API. Der Anbieter nennt eigene Hardware in Schweizer Rechenzentren, eine Zertifizierung nach ISO 27001 und nach der Schweizer Datenschutzzertifizierungsverordnung (VDSZ). Tarife sind benannt, Frankenbeträge aber nicht veröffentlicht.

  • AVV verfügbar
  • ISO 27001

Was ist SwissGPT?

SwissGPT ist die Plattform der AlpineAI AG mit Sitz in Davos. Der Anbieter beschreibt sie als All-in-one-Plattform für kritische Sektoren: Chat, dokumentbasierte KI-Assistenten mit eigener Wissensbasis, Agents für Workflow-Automatisierung, ein Transkriptionswerkzeug namens „Listener“ (auch für Schweizerdeutsch, zu Berichten und Protokollen verarbeitet), ein Outlook-Plugin und eine API.

Als primäres Modell nennt AlpineAI Mistral Large 3, verfolgt nach eigener Aussage aber einen modellagnostischen Ansatz. Besonderheit ist der Betrieb auf eigener Hardware in Schweizer Rechenzentren statt auf externen Anbieter-APIs.

Zielgruppe sind laut Anbieter Gesundheitswesen, Behörden und Hochschulen, also Organisationen mit hoher Datenverantwortung. Als Referenzen nennt die Website die Gemeinde Davos, die Stadt Luzern, Clienia, die ZHAW, HIN und die HSLU.

Für wen eignet sich SwissGPT?

SwissGPT passt für Organisationen im Gesundheitswesen, in Behörden oder Hochschulen, für die Schweizer Rechenzentren und dokumentierte Nachweise wichtig sind. Wer eine Zertifizierung nach ISO 27001 und nach Schweizer Datenschutzrecht verlangt, findet bei AlpineAI eine entsprechende Angabe.

Weniger geeignet ist SwissGPT, wenn vorab öffentliche Frankenbeträge zum Vergleichen nötig sind oder mehrere Modellanbieter, etwa OpenAI, Anthropic oder Google, parallel gewünscht sind: Namentlich genannt ist nur Mistral.

SwissGPT passt, wenn …

  • Sie im Gesundheitswesen, in einer Behörde oder Hochschule arbeiten und Schweizer Rechenzentren Bedingung sind
  • eine Zertifizierung des Anbieters nach ISO 27001 und nach Schweizer Datenschutzrecht verlangt wird

Was kostet SwissGPT?

AlpineAI nennt die Pläne Standard und Premium, jeweils bis 9 Nutzende, monatlich oder jährlich mit rund 10 % Rabatt bei Jahreszahlung, sowie Enterprise ab 10 Lizenzen auf individuelle Anfrage. Exakte Frankenbeträge waren auf den abgerufenen Seiten nicht enthalten, die eigentliche Preisseite war beim Prüflauf nicht erreichbar. Ein öffentlicher Einstiegspreis lässt sich daraus nicht ableiten. Stand 09/2026.

Hosting, Datenschutz und Nachweise

AlpineAI betreibt die Plattform laut eigener Aussage auf eigener Hardware in mehreren Schweizer Rechenzentren (RIZ AG, Green Datacenter AG, Rechenzentrum Ostschweiz), für die der Anbieter jeweils eine Zertifizierung nach ISO 27001 angibt. Kundendaten fließen laut Anbieter nicht in das Training der Modelle ein. Als Rechtsgrundlage nennt AlpineAI die Umsetzung von DSG- und DSGVO-Anforderungen über AGB und Datenverarbeitungsvertrag, mit Verarbeitung auf die Schweiz und den EWR beschränkt. Stand 09/2026.

Öffentlich verlinkt sind AGB, ein Datenverarbeitungsvertrag (DPA) und eine Ergänzungsvereinbarung für vertrauliche Daten; gegengezeichnete Kopien stellt der Anbieter auf Anfrage aus. Neben der Zertifizierung nach ISO 27001:2022 durch die SQS nennt AlpineAI zusätzlich eine Schweizer Datenschutzzertifizierung nach der Verordnung über Datenschutzzertifizierungen (VDSZ), ebenfalls durch die SQS. Eine Angabe zu SOC 2 fehlt, ebenso eine explizite On-Premise-Option.

Vorteile und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

VorteileNachteile
Eigene Hardware in Schweizer Rechenzentren laut AnbieterKeine öffentlichen Frankenbeträge (Stand 09/2026)
ISO 27001 und Schweizer VDSZ-Zertifizierung auf der Website genanntEin Sprachmodell namentlich genannt, keine freie Wahl zwischen mehreren Herstellern belegt
Referenzen aus Verwaltung, Gesundheit und Hochschulen

Integrationen und Einführung

Belegte Integrationen sind ein Outlook-Plugin und eine API; weitere Konnektoren nennt die Website auf den geprüften Seiten nicht. Für die Einführung ist relevant, dass die Plattform auf eigener Schweizer Hardware statt auf externen Cloud-APIs läuft.

Weil AlpineAI vor allem kritische Sektoren adressiert, lohnt sich ein Angebot mit klaren Fragen zu Preis, Nutzerzahl und den konkreten Anwendungsfällen Chat, Wissensbasis, Agents oder Transkription, bevor Sie sich festlegen.

Alternativen zu SwissGPT

Aus derselben Kategorie unserer Auswahl kommen je nach Anforderung in Frage:

  • ChatGPT Business und Enterprise ChatGPT von OpenAI in den Unternehmenstarifen Business und Enterprise, mit zentraler Verwaltung, SSO und Konnektoren zu Microsoft 365, Google Workspace, Slack und GitHub.
  • Custodos KI-Plattform für Unternehmen im DACH-Raum: mehrere Sprachmodelle unter einer Oberfläche, Firmenwissen, Assistenten und Workflows, Hosting laut Anbieter in der EU oder der Schweiz.
  • DeutschlandGPT Datenschutzorientierte KI-Plattform mit Multi-Modell-Chat, Workflows, Assistenten, Office-Add-ins und API auf deutschen Servern.

Den vollständigen Vergleich unserer Auswahl mit Überblickstabelle finden Sie auf KI-Assistenten & LLM-Plattformen.

Häufige Fragen

Wo werden Daten bei SwissGPT verarbeitet?

Laut Anbieter auf eigener Hardware in mehreren Schweizer Rechenzentren (RIZ AG, Green Datacenter AG, Rechenzentrum Ostschweiz). Stand 09/2026.

Was kostet SwissGPT?

Der Anbieter nennt die Pläne Standard, Premium und Enterprise, aber keine öffentlichen Frankenbeträge; die Preisseite war beim Prüflauf nicht erreichbar.

Welche Nachweise nennt AlpineAI?

Eine Zertifizierung nach ISO 27001:2022 durch die SQS sowie eine Schweizer Datenschutzzertifizierung nach der Verordnung über Datenschutzzertifizierungen (VDSZ). AGB und ein Datenverarbeitungsvertrag sind öffentlich verlinkt.

Welches Sprachmodell nutzt SwissGPT?

Primär Mistral Large 3; der Anbieter beschreibt daneben einen modellagnostischen Ansatz, ohne weitere Modelle namentlich zu nennen.

Für wen ist SwissGPT gedacht?

Laut Anbieter für kritische Sektoren wie Gesundheitswesen, Behörden und Hochschulen, mit Referenzen unter anderem von der Gemeinde Davos, der Stadt Luzern und der ZHAW.