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Glossar

Was ist Prompt?

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Ein Prompt ist die Eingabe an ein Sprachmodell: Aufgabe, Kontext und gewünschtes Format in einem Text. Er ist keine Suchanfrage, sondern eher eine Arbeitsanweisung, und die Qualität der Antwort hängt unmittelbar an seiner Genauigkeit. Neben dem, was Nutzende schreiben, wirkt im Hintergrund meist ein Systemprompt.

Der beste Vergleich stammt aus dem Betriebsalltag: Ein Prompt ist die Aufgabe, die Sie einer neuen Aushilfe geben. Sagen Sie nur „Schreib dem Kunden“, kommt irgendetwas zurück. Sagen Sie, worum es geht, welcher Vorgang gemeint ist, welcher Ton passt, wie lang es sein soll und was auf keinen Fall hineingehört, bekommen Sie ein brauchbares Ergebnis. Der Unterschied liegt nicht in der Höflichkeit der Formulierung, sondern in der Vollständigkeit der Angaben.

Vier Bestandteile tragen fast jeden guten Prompt: die Rolle, aus der geantwortet werden soll, die Aufgabe, das Material und die Form des Ergebnisses. Material meint dabei den Text, um den es geht, also den Vertragsauszug, die Kundenmail, die Notizen. Dieses Material zählt in das Kontextfenster hinein, weshalb sehr lange Anhänge nicht immer helfen. Kürzen Sie lieber auf das Relevante, statt alles hineinzukopieren.

Der typische Fehler ist, jeden Prompt neu zu erfinden. In Betrieben, die produktiv arbeiten, existiert nach einigen Wochen eine kleine Sammlung geprüfter Vorlagen für die zehn häufigsten Aufgaben, gepflegt von einer Person und für alle zugänglich. Mehrere Plattformen unserer Auswahl bringen dafür eine Prompt-Bibliothek mit. Ohne diese Sammlung bleibt die Qualität an einzelnen Mitarbeitenden hängen und die Einführung erreicht nie die Fläche.

Achten Sie außerdem auf das, was in einen Prompt nicht hineingehört. Personenbezogene Daten, Passwörter und Bankdaten haben dort nichts zu suchen, solange Ihre Regeln das nicht ausdrücklich erlauben. Eine kurze schriftliche Vorgabe dazu, ergänzt um zwei Beispiele, verhindert die meisten Zwischenfälle wirksamer als jede technische Sperre.

Bestandteile eines belastbaren Prompts

  • Rolle und Perspektive: aus welcher Sicht soll geantwortet werden?
  • Aufgabe in einem Satz: zusammenfassen, entwerfen, prüfen, umformulieren.
  • Material: der konkrete Text oder das Dokument, auf das sich die Aufgabe bezieht.
  • Form: Länge, Gliederung, Tonfall, Sprache und Format der Ausgabe.
  • Grenzen: was nicht vorkommen darf, etwa Zusagen, Preise oder erfundene Angaben.

Welche Begriffe hängen damit zusammen?

  • Sprachmodell: Ein Modell, das Sprache verarbeitet und fortsetzt, indem es das jeweils wahrscheinlichste nächste Stück Text bestimmt.
  • Systemprompt: Eine feste Anweisung, die vor jeder Nutzereingabe gilt und Rolle, Tonfall und Grenzen des Assistenten setzt.
  • Kontextfenster: Die Menge an Text, die ein Modell in einem Durchgang berücksichtigen kann. Alles darüber hinaus fällt weg.

Wo wird Prompt in der Auswahl konkret?

Begriffe helfen erst, wenn sie an einer Entscheidung hängen. Prompt spielt vor allem in KI-Assistenten & LLM-Plattformen eine Rolle. Dort sehen Sie, wie die geprüften Lösungen mit dem Punkt umgehen, jeweils mit Quelle und Stand-Datum.

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Häufige Fragen

Müssen wir dafür Schulungen einkaufen?

Ein halber Tag mit echten Aufgaben aus dem eigenen Betrieb bringt in der Regel mehr als ein allgemeines Seminar. Wichtiger als Technik ist, dass jede Abteilung ihre drei häufigsten Aufgaben als Vorlage aufschreibt. Beachten Sie zugleich, dass Art. 4 der KI-Verordnung eine Unterweisung ohnehin verlangt.

Warum funktioniert derselbe Prompt in einem anderen Werkzeug schlechter?

Weil im Hintergrund ein anderes Modell und ein anderer Systemprompt wirken. Vorlagen sind deshalb nur begrenzt übertragbar und sollten nach einem Plattformwechsel einmal nachgeschärft werden.

Quellen

  • Anbieterangaben laut Anbieter-Websites (abgerufen am 20.08.2026)