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Alternativen

Notion-AI-Alternativen für Firmenwissen

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Ein Assistent innerhalb einer Arbeitsumgebung kennt die Inhalte, die dort liegen. Firmenwissen im Mittelstand verteilt sich dagegen meist auf SharePoint, Confluence, Laufwerke und Postfächer, weshalb viele Betriebe eine Lösung suchen, die diese Systeme anbindet, statt Inhalte umzuziehen. Aus unserer geprüften Auswahl decken amber, Langdock und innoGPT diesen Bedarf ab, mit veröffentlichten Preisen ab 9,99 € pro Nutzer und Monat bei amber sowie 25 € pro Nutzer und Monat bei Langdock und innoGPT (Stand 08/2026).

Notion AI ist die KI-Funktion innerhalb der Arbeitsumgebung Notion. Eine Alternative meint in diesem Zusammenhang nicht ein anderes Notizwerkzeug, sondern eine Antwortebene über die Systeme, in denen Ihr Wissen tatsächlich liegt. Der Unterschied ist grundsätzlich: Im einen Fall muss der Inhalt zum Assistenten kommen, im anderen kommt der Assistent zum Inhalt. Für Betriebe mit gewachsener Ablage ist das die wichtigere Frage.

Der Anlass ist selten Unzufriedenheit, sondern Reichweite. Sobald Angebote im Laufwerk, Protokolle in Teams, Prozessbeschreibungen in Confluence und Preislisten im ERP liegen, hilft ein Assistent wenig, der nur einen dieser Orte kennt. Dazu kommt die Berechtigungsfrage: Eine Antwort darf nur enthalten, was die fragende Person auch selbst öffnen dürfte. Und schließlich die Pflege, denn jedes zusätzliche Wissenssystem bedeutet eine weitere Stelle, an der Inhalte veralten.

Welche Alternativen haben wir geprüft?

Die Tabelle zeigt 3 Lösungen unserer Auswahl mit den harten Kriterien: Preis-Einstieg, Hosting, AV-Vertrag, Nachweise und On-Premise-Option. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
amber (ehemals amberSearch)Aachen, DeutschlandStarter 9,99 € pro Nutzer/Monat; weitere Pläne 13,99 € und 17,99 €T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EUjajajaWissen über viele Systeme verstreut ist und niemand mehr findet, was er sucht
LangdockBerlin, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf AnfrageEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprisenicht belegtjajaSie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
innoGPTVechta, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat zzgl. MwSt.; Business Max 109 €; Enterprise auf AnfrageEU-Hosting auf AWS Frankfurt; Software und die meisten KI-Modelle in Europa gehostetjajajaIhr Wissen in SharePoint, Confluence oder Google Drive liegt und durchsuchbar werden soll

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Warum reicht ein Assistent in einem einzigen Werkzeug oft nicht?

Weil Wissen im Mittelstand fast nie an einem Ort liegt. Die Ablage ist über Jahre gewachsen, meist entlang von Abteilungen und Projekten, und kein Umzug bringt sie vollständig zusammen. Ein Assistent, der nur ein System kennt, beantwortet deshalb genau die Fragen gut, die ohnehin schon geordnet waren.

Der zweite Grund ist die Doppelablage. Wer Inhalte für die KI-Nutzung in ein weiteres Werkzeug kopiert, hat ab diesem Tag zwei Fassungen, die auseinanderlaufen. Nach wenigen Monaten weiß niemand mehr, welche gilt, und die Antworten werden unzuverlässig, obwohl die Technik funktioniert.

Der dritte Grund ist organisatorisch. Ein neues Wissenswerkzeug bedeutet neue Rechte, neue Pflegeverantwortung und neue Schulung. Wenn dieselbe Wirkung durch Anbindung der bestehenden Systeme erreichbar ist, ist das der kleinere Eingriff.

Was machen die geprüften Lösungen anders?

amber aus Aachen durchsucht angebundene Systeme wie SharePoint, Confluence, Microsoft Teams, Google Drive, HubSpot und Salesforce und beantwortet Fragen im Chat unter Beachtung der vorhandenen Zugriffsrechte. Der Anbieter nennt T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU, einen Auftragsverarbeitungsvertrag sowie ISO 27001 und bietet Enterprise-Kunden Betrieb auf eigener Infrastruktur an. Der Einstieg liegt bei 9,99 € pro Nutzer und Monat, weitere Pläne bei 13,99 € und 17,99 €.

innoGPT aus Vechta verbindet einen Multi-Modell-Chat mit denselben Konnektoren, sodass Mitarbeitende mit eigenen Unternehmensdaten arbeiten. Angegeben sind EU-Hosting auf AWS Frankfurt, ein Auftragsverarbeitungsvertrag, ISO 27001 und deutschsprachiger Support; der Preis liegt bei 25 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, Business Max bei 109 €.

Langdock aus Berlin ist die breiteste der drei Lösungen: Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung, mit EU-Hosting auf Microsoft Azure sowie ISO 27001 und SOC 2. Welche Systeme sich anbinden lassen, ist in unseren Prüfangaben nicht belegt, weil die Integrationsseite beim Prüflauf nicht erreichbar war. Genau das sollten Sie abfragen, wenn die Anbindung der entscheidende Punkt ist.

Muss unser Wissen dafür umziehen?

In der Regel nicht. Die geprüften Lösungen legen eine Antwortebene über bestehende Systeme, sie ersetzen weder die Ablage noch die Versionsverwaltung. Das ist der praktische Vorteil gegenüber jedem Ansatz, der zuerst einen Umzug verlangt.

Was Sie dennoch tun sollten, ist aufräumen. Veraltete Fassungen, doppelte Ordner und Entwürfe ohne Kennzeichnung erzeugen widersprüchliche Antworten. Sortieren Sie vor dem Anbinden aus oder markieren Sie Bereiche, die nicht ausgewertet werden sollen.

Legen Sie außerdem fest, welche Quelle im Zweifel gilt. Wenn dieselbe Information in zwei Systemen steht, braucht die Lösung eine Regel, sonst entscheidet der Zufall darüber, welche Fassung in der Antwort landet.

  • Mit einer Quelle und einer Abteilung starten, nicht mit allen Systemen.
  • Veraltete Dokumente vor dem Anbinden aussortieren oder kennzeichnen.
  • Führende Quelle je Themenbereich schriftlich festlegen.
  • Aktualisierungsintervall der Anbindung beim Anbieter erfragen.

Wie werden Zugriffsrechte behandelt?

Das ist der kritischste Punkt jeder Wissenssuche, denn eine gute Antwort aus einem gesperrten Dokument ist ein Datenschutzvorfall. amber gibt ausdrücklich an, bestehende Zugriffsrechte zu beachten, sodass Antworten nur aus Dokumenten stammen, die die fragende Person ohnehin öffnen darf.

Für Langdock und innoGPT beschreiben die Anbieter zentrale Verwaltung und Governance-Funktionen; die genaue Umsetzung des Rechteabgleichs ist in unseren Prüfangaben nicht belegt. Lassen Sie sich den Mechanismus erklären und prüfen Sie ihn mit einem Testkonto ohne besondere Berechtigungen.

Rechnen Sie damit, dass die Einführung alte Freigaben sichtbar macht. Ordner, die versehentlich für alle offen stehen, fallen erst auf, wenn eine Suche über mehrere Systeme antwortet. Planen Sie diese Bereinigung als Teil des Projekts ein.

Was kostet das im Betrieb?

Belegt sind Stand 08/2026: amber ab 9,99 € pro Nutzer und Monat mit weiteren Plänen bei 13,99 € und 17,99 €; innoGPT 25 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer; Langdock 25 € pro Nutzer und Monat, bei jährlicher Zahlung 20 Prozent günstiger, Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage.

Dazu kommt der Aufwand für Konnektoren und Datenpflege, und der hängt am Zustand Ihrer Ablage. Je unordentlicher sie ist, desto größer der Anteil, der vor der Einführung erledigt werden muss. Diese Arbeit fällt einmalig an und betrifft alle drei Lösungen gleichermaßen.

Wo fehlen Angaben?

Bei amber ist SOC 2 nach Anbieterangabe nur „nach Standard entwickelt“ und nicht als Attest belegt, außerdem ist das Vertragsdokument nicht öffentlich verlinkt. Bei innoGPT ist nicht spezifiziert, welche Modelle außerhalb Europas laufen. Bei Langdock fehlen Integrationsliste, Supportsprache und ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag.

Keiner der drei Anbieter veröffentlicht eine vollständige Liste der eingesetzten Modelle samt Verarbeitungsort. Fordern Sie diese Liste vor Vertragsschluss an, denn sie entscheidet darüber, wohin Ihre Dokumentinhalte im Betrieb tatsächlich fließen.

Die Alternativen im Einzelnen

Je Lösung: Einordnung, geprüfte Merkmale, Preis-Einstieg mit Stand, Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll.

A

amber (ehemals amberSearch)

Business-AI-Plattform mit Enterprise-Suche, Chat und Agents über angebundene Unternehmenssysteme unter Beachtung bestehender Zugriffsrechte.

  • EU-Hosting
  • AVV verfügbar
  • ISO 27001
  • On-Premise möglich
Preis-Einstieg
Starter 9,99 € pro Nutzer/Monat; weitere Pläne 13,99 € und 17,99 €
Hosting
T-Cloud-Rechenzentren in Deutschland und der EU
Zielgröße
ab 10 Mitarbeitenden
Integrationen
SharePoint, Confluence, Microsoft Teams, Google Drive, HubSpot

Stand: 08/2026 · Quelle: Anbieter-Website

Vorteile

  • Niedriger Einstiegspreis pro Nutzer
  • ISO 27001, AV-Vertrag und deutsche Rechenzentren angegeben
  • Eigene Infrastruktur für Enterprise
  • Viele Konnektoren

Nachteile

  • SOC 2 nur „nach Standard entwickelt“, kein Attest
  • AV-Dokument nicht öffentlich verlinkt
  • Markenwechsel amberSearch → amber

Passt, wenn …

  • Wissen über viele Systeme verstreut ist und niemand mehr findet, was er sucht
  • bestehende Zugriffsrechte unbedingt respektiert werden müssen
  • Sie einen deutschen Anbieter mit niedrigem Preis pro Nutzer suchen
L

Langdock

Unternehmensweite KI-Plattform mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung.

  • EU-Hosting
  • ISO 27001
  • SOC 2
  • On-Premise möglich
Preis-Einstieg
Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage
Hosting
EU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprise
Zielgröße
ab 10 Mitarbeitenden
Integrationen
nicht belegt

Stand: 08/2026 · Quelle: Anbieter-Website

Vorteile

  • EU-Hosting auf Azure laut Anbieter
  • ISO 27001 und SOC 2 auf der Website angegeben
  • On-Premise und eigene Cloud für Enterprise verfügbar
  • Transparenter Listenpreis pro Nutzer

Nachteile

  • AV-Vertrag nicht öffentlich abrufbar (Stand 08/2026)
  • Integrationsliste auf der Website nicht erreichbar
  • Kein dauerhafter Free-Plan (7 Tage Test)

Passt, wenn …

  • Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
  • zentrale Verwaltung, Rechte und Governance wichtiger sind als ein einzelnes Spezialwerkzeug
  • Sie langfristig Agents und Workflows auf derselben Plattform aufbauen möchten
I

innoGPT

Unternehmensweite KI-Plattform mit Zugriff auf über 50 Modelle, Anbindung von Unternehmenswissen und Governance-Funktionen.

  • EU-Hosting
  • AVV verfügbar
  • ISO 27001
  • Deutscher Support
  • On-Premise möglich
Preis-Einstieg
Business 25 € pro Nutzer/Monat zzgl. MwSt.; Business Max 109 €; Enterprise auf Anfrage
Hosting
EU-Hosting auf AWS Frankfurt; Software und die meisten KI-Modelle in Europa gehostet
Zielgröße
ab 10 Mitarbeitenden
Integrationen
SharePoint, Microsoft Teams, Google Drive, Salesforce, Confluence

Stand: 08/2026 · Quelle: Anbieter-Website

Vorteile

  • EU-Hosting in Frankfurt laut Anbieter
  • AV-Vertrag und ISO 27001 angegeben
  • Breite Konnektoren für Unternehmenswissen
  • Deutschsprachiger Anbieter und Support

Nachteile

  • Welche Modelle außerhalb Europas laufen, ist nicht spezifiziert
  • On-Premise nur im Enterprise-Plan (ab 1.000 Nutzer) genannt
  • Kein dauerhafter Free-Plan (7 Tage Test)

Passt, wenn …

  • Ihr Wissen in SharePoint, Confluence oder Google Drive liegt und durchsuchbar werden soll
  • Sie mehrere Modelle hinter einer Oberfläche mit Rechteverwaltung brauchen
  • deutschsprachiger Support und EU-Hosting Voraussetzung sind

Was Sie beim Wechsel bedenken sollten

Ein Wechsel kostet mehr als die Lizenzdifferenz. Rechnen Sie Datenübernahme, neue Anbindungen, Schulung und die Zeit ein, in der zwei Systeme parallel laufen. Prüfen Sie außerdem Kündigungsfristen und Mindestlaufzeiten des bestehenden Vertrags.

  • Welche Daten müssen übernommen werden, und in welchem Format liegen sie vor?
  • Welche Anbindungen (E-Mail, ERP, CRM, Ablage) sind heute produktiv und müssen neu gebaut werden?
  • Wer schult die Mitarbeitenden, und wie lange dauert die Umgewöhnung?
  • Gibt es einen Zeitraum, in dem beide Systeme parallel laufen müssen?

Die Gesamtrechnung mit allen Kostenblöcken steht auf Was KI im Unternehmen kostet; die Einführung beschreibt der Fahrplan.

Häufige Fragen

Ersetzt eine solche Lösung unsere Dokumentenablage?

Nein. Die Lösungen legen eine Antwortebene über bestehende Systeme und ersetzen weder Ablage noch Versionsverwaltung. Ordnung in der Ablage bleibt Voraussetzung für brauchbare Antworten.

Welche Systeme lassen sich anbinden?

amber und innoGPT nennen unter anderem SharePoint, Confluence, Microsoft Teams, Google Drive, HubSpot und Salesforce. Für Langdock ist die Integrationsliste in unseren Prüfangaben nicht belegt und muss angefragt werden.

Sehen Mitarbeitende dadurch Dokumente, die für sie gesperrt sind?

Nicht, wenn der Rechteabgleich greift. amber gibt an, bestehende Zugriffsrechte zu beachten. Prüfen Sie das vor der Einführung mit einem Testkonto ohne Sonderrechte und lassen Sie sich den Mechanismus schriftlich beschreiben.

Wie aktuell sind die Antworten?

Das hängt am Aktualisierungsintervall der Anbindung. Fragen Sie nach, wie oft Quellen eingelesen werden und wie gelöschte oder ersetzte Dokumente behandelt werden. Veraltete Inhalte sind die häufigste Ursache für falsche Antworten.

Können wir klein anfangen?

Ja, und das ist der übliche Weg. Binden Sie eine Quelle in der Abteilung an, in der die meisten Rückfragen entstehen, und messen Sie vier Wochen lang, wie oft die Antwort ausreicht. Erst danach kommen weitere Systeme dazu.