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Softwarelotsen
Anwendungsfall

Texte und Dokumente übersetzen mit KI

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Übersetzungssoftware überträgt Angebote, Dokumentation und Korrespondenz in andere Sprachen und hält Fachbegriffe einheitlich. Drei Lösungen unserer Auswahl decken diesen Fall ab: DeepL, DeutschlandGPT und Langdock. DeepL veröffentlicht Preise auf der eigenen Website, die beim Prüflauf nicht maschinell auslesbar waren, und bietet einen kostenlosen Basiszugang; Langdock rechnet mit 25 € pro Nutzer und Monat ab (Stand 08/2026).

Maschinelle Übersetzung im Unternehmen bedeutet mehr als das Übertragen einzelner Sätze: Es geht um konsistente Terminologie, um Dateiformate wie Word und PDF und um die Frage, welche Inhalte überhaupt in ein Übersetzungssystem gegeben werden dürfen. Der Alltag ohne Werkzeug sieht so aus: Die englische Fassung des Datenblatts entsteht in Handarbeit, die Betriebsanleitung liegt in einer Fassung von 2019, und für die Kundenmail auf Französisch fragt jemand die Kollegin, die vor zehn Jahren ein Auslandssemester gemacht hat.

Realistisch liefern heutige Systeme Übersetzungen, die für interne Korrespondenz, Angebote und viele Dokumentationen ohne Nacharbeit brauchbar sind. Bei rechtlich bindenden Texten, Sicherheitshinweisen und Marketingtexten mit Wortspielen bleibt eine fachliche Prüfung nötig. Wer Verträge maschinell übersetzt und ungeprüft unterschreibt, verlagert ein Sprachproblem in ein Rechtsproblem.

Welche geprüften Lösungen decken diese Aufgabe ab?

3 Lösungen unserer Auswahl adressieren texte und dokumente übersetzen. Die Tabelle zeigt die harten Kriterien, darunter stehen Einordnung und Preis-Einstieg je Lösung. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
DeepLKöln, Deutschlandöffentliche Preisliste auf der Anbieter-Website; beim Prüflauf nicht maschinell auslesbar (Stand 08/2026)nicht belegtnicht belegtjanicht belegtSie regelmäßig Angebote, Dokumentationen oder Marketingtexte in andere Sprachen bringen
LangdockBerlin, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf AnfrageEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprisenicht belegtjajaSie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
DeutschlandGPTGermering, DeutschlandPro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf AnfrageOpen Telekom Cloud (T-Systems), Rechenzentren Magdeburg und Biere; Hoster mit BSI-C5-Testatjajanicht belegtdeutsche Rechenzentren und ein dokumentierter AV-Vertrag Pflicht sind

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

  • DeepL

    Köln, Deutschland

    • ISO 27001
    • SOC 2

    KI-Übersetzung (DeepL Pro) und KI-Schreibassistent (DeepL Write) für Teams mit Office- und Browser-Integrationen.

    Preis-Einstieg: öffentliche Preisliste auf der Anbieter-Website; beim Prüflauf nicht maschinell auslesbar (Stand 08/2026)

    Profil
  • Langdock

    Berlin, Deutschland

    • EU-Hosting
    • ISO 27001
    • SOC 2

    Unternehmensweite KI-Plattform mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung.

    Preis-Einstieg: Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage

    Profil
  • DeutschlandGPT

    Germering, Deutschland

    • EU-Hosting
    • AVV verfügbar
    • ISO 27001

    Datenschutzorientierte KI-Plattform mit Multi-Modell-Chat, Workflows, Assistenten, Office-Add-ins und API auf deutschen Servern.

    Preis-Einstieg: Pro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf Anfrage

    Profil

Alphabetisch, keine Rangfolge. Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. Passende Auswahl anfordern

Welche Wege der Übersetzung gibt es im Betrieb?

Drei, die sich nach Aufwand unterscheiden. Erstens die direkte Übersetzung im Browser oder in Word: DeepL nennt Integrationen für Microsoft Word, Microsoft 365, Google Workspace sowie Chrome, Firefox und Edge. Zweitens die Übersetzung ganzer Dateien, bei der Layout und Formatierung erhalten bleiben. Drittens die Übersetzung im Rahmen eines Assistenten, wenn ohnehin ein Text erzeugt wird; das bieten Langdock und DeutschlandGPT als Teil ihrer Plattform.

Für wiederkehrende Fachbegriffe lohnt eine Terminologieliste. Sie sorgt dafür, dass Ihr Produktname nicht übersetzt wird und dass technische Begriffe in jeder Fassung gleich lauten.

Wann reicht ein Assistent, wann braucht es ein Fachsystem?

Ein Assistent genügt, wenn Übersetzung ein Nebenprodukt ist: einzelne Mails, kurze Textabschnitte, Zusammenfassungen fremdsprachiger Dokumente. Ein spezialisiertes System lohnt sich, sobald Dateiformate, Terminologie und Volumen ins Spiel kommen.

Für Betriebe mit Exportanteil ist die zweite Variante meist die richtige, weil Dokumentation und Angebote fortlaufend in mehreren Sprachen gepflegt werden müssen. Wer dagegen zweimal im Monat eine englische Mail schreibt, braucht kein zusätzliches Werkzeug neben dem vorhandenen Assistenten.

Welche Daten dürfen in ein Übersetzungssystem?

Das hängt vom Vertrag ab, nicht vom Gefühl. Sobald personenbezogene Daten enthalten sind, brauchen Sie einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO. Prüfen Sie außerdem, ob der Anbieter Eingaben speichert oder zum Training verwendet, und ob es einen Tarif gibt, der das ausschließt.

Belegt ist: DeepL nennt ISO 27001 und SOC 2 Typ II; Rechenzentrumsstandort und AV-Vertrag waren beim Prüflauf nicht belegt und sollten vor dem Einsatz angefragt werden. DeutschlandGPT nennt Rechenzentren in Magdeburg und Biere, einen AV-Vertrag und ISO 27001. Langdock nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure.

Wie halten Sie Fachbegriffe einheitlich?

Mit einer gepflegten Liste, die vor der ersten großen Übersetzung entsteht. Sie kostet wenige Stunden und verhindert, dass dasselbe Bauteil in drei Dokumenten drei Namen hat.

  • Produkt- und Markennamen, die unverändert bleiben müssen
  • Technische Begriffe mit verbindlicher Zielsprachfassung
  • Abkürzungen und ihre Auflösung
  • Formulierungen für wiederkehrende Rechtstexte, etwa Gewährleistung
  • Ansprechperson, die die Liste pflegt und Konflikte entscheidet

Wie binden Sie Übersetzung in bestehende Abläufe ein?

Am besten dort, wo der Text ohnehin entsteht. Wenn die Übersetzung ein eigener Arbeitsschritt in einem anderen Programm ist, wird sie vergessen; sitzt sie in Word oder im Redaktionssystem, wird sie benutzt.

Für wiederkehrende Dokumente lohnt ein fester Ablauf: Quelltext freigeben, übersetzen, fachlich prüfen, ablegen. Halten Sie dabei fest, welche Fassung die verbindliche ist, und kennzeichnen Sie übersetzte Dokumente als Übersetzung. Bei Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweisen gehört zusätzlich eine fachliche Freigabe dazu, weil Fehler dort unmittelbar Folgen haben. Wer regelmäßig in dieselben Zielsprachen liefert, sollte zudem eine feste Ansprechperson je Sprache benennen, die Rückfragen aus dem Zielmarkt beantwortet.

Wie messen Sie den Nutzen?

An der Zahl der Dokumente, die überhaupt in Zielsprache vorliegen, und an der Durchlaufzeit bis zur fertigen Fassung. Beides ist ohne Zusatzaufwand erhebbar und aussagekräftiger als eine Qualitätsnote.

Für die Qualität empfiehlt sich eine Stichprobe: Lassen Sie fünf übersetzte Texte pro Quartal von einer fachkundigen Person gegenlesen und notieren Sie die Art der Fehler. Häufen sich Terminologiefehler, gehört die Liste erweitert.

In welchen Branchen kommt dieser Fall besonders häufig vor?

Erfahrungsgemäß dort, wo die Aufgabe täglich anfällt und das Ergebnis leicht prüfbar ist. Für diese Branchen haben wir eigene Seiten mit Anwendungsfällen und passenden Lösungen:

Was gehört vor die Auswahl?

Erst der Prozess, dann der Rechtsrahmen, dann die Software. Klären Sie, welche Daten in dieser Aufgabe anfallen, ob personenbezogene Daten darunter sind und wer die Ergebnisse prüft. Die Grundlagen dazu stehen auf KI und DSGVO; wie viel Zeit die Aufgabe heute kostet, rechnen Sie mit dem Zeitersparnis-Rechner gegen.

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Häufige Fragen

Bleiben Formatierungen bei Dateien erhalten?

Bei spezialisierten Diensten in der Regel ja, bei der Übersetzung in einem Chat-Assistenten meist nicht. Wenn Layouttreue wichtig ist, testen Sie das mit einem typischen Dokument, bevor Sie sich entscheiden.

Dürfen wir Verträge maschinell übersetzen?

Für das Verständnis ja, für die Unterzeichnung nicht ohne fachliche Prüfung. Maschinelle Übersetzungen können juristische Nuancen verschieben. Lassen Sie bindende Fassungen anwaltlich oder fachübersetzerisch prüfen.

Wie viele Sprachen deckt ein solches System ab?

Der Umfang unterscheidet sich je Anbieter und ändert sich laufend; prüfen Sie die aktuelle Sprachliste auf der Anbieterseite. Für den DACH-Export sind Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch und Tschechisch die häufigsten Zielsprachen.

Kann das System unseren Schreibstil übernehmen?

Teilweise. Über Terminologielisten und Stilvorgaben lässt sich viel steuern, den Ton eines Hauses trifft aber erst die Kombination aus Vorgabe und Nachbearbeitung.

Was kostet das für ein kleines Team?

DeepL bietet einen kostenlosen Basiszugang und kostenpflichtige Pro-Tarife, deren Preise auf der Website stehen. Wenn ohnehin ein Assistent im Einsatz ist, entstehen für gelegentliche Übersetzungen keine zusätzlichen Kosten.