Zum Inhalt springen
Softwarelotsen
Direktvergleich

Langdock oder Custodos: der Direktvergleich

Zuletzt aktualisiert am · Julius Saffarin

Kurz gesagt

Langdock und Custodos sind beides unternehmensweite KI-Plattformen mit mehreren Sprachmodellen, unterscheiden sich aber deutlich im Funktionsumfang: Langdock ergänzt den Chat um Agents, Workflows und eine API und bietet für große Installationen On-Premise sowie eine eigene Cloud, Custodos bleibt beim Chat mit Firmenwissen und Workflows und lässt zwischen Hosting in der EU und in der Schweiz wählen. Custodos ist ein eigenes Angebot des Betreibers dieses Portals und wird hier nach denselben Maßstäben wie Langdock beschrieben. Langdock kostet 25 € pro Nutzer und Monat bei monatlicher Zahlung (Stand 08/2026), Custodos beginnt bei 15 € pro Platz und Monat bei monatlicher Zahlung, bei jährlicher Zahlung 12 € (Stand 09/2026).

Langdock ist eine unternehmensweite KI-Plattform der Langdock GmbH aus Berlin mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und einer API unter zentraler Verwaltung. Administration, Rechte und Modellauswahl liegen beim Unternehmen, nicht beim einzelnen Konto. Der Anbieter nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure sowie für große Installationen Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise. ISO 27001 und SOC 2 stehen auf der Sicherheitsseite, ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag war beim Prüflauf nicht auffindbar.

Custodos ist eine KI-Plattform für Unternehmen im DACH-Raum mit Sitz in Cham, Schweiz, die Sprachmodelle von OpenAI, Anthropic, Google und Mistral unter einer Oberfläche bündelt und um Firmenwissen, Assistenten, Workflows und eine mobile App ergänzt. Custodos gehört zum Betreiber dieses Portals; wir stellen es Langdock nach denselben Kriterien gegenüber wie jeder anderen Lösung in unserer geprüften Auswahl. Laut Anbieter lässt sich die Hosting-Region zwischen EU und Schweiz wählen, ein konkreter Rechenzentrumsbetreiber wird nicht genannt.

Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?

Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.

Passt zu Ihnen, wenn

Langdock

  • Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
  • zentrale Verwaltung, Rechte und Governance wichtiger sind als ein einzelnes Spezialwerkzeug
  • Sie langfristig Agents und Workflows auf derselben Plattform aufbauen möchten
Profil: Langdock

Passt zu Ihnen, wenn

Custodos

Eigenes Angebot des Betreibers
  • Sie mehrere Sprachmodelle unter einer Oberfläche wollen und zwischen Hosting in der EU und in der Schweiz wählen möchten
  • neben der DSGVO auch das Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) für Sie zählt
  • SSO und Audit-Logs schon im Einstiegstarif enthalten sein sollen
Profil: Custodos

Wie unterscheiden sich Langdock und Custodos in den harten Fakten?

Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 09/2026.

KriteriumLangdockCustodos
Anbieter-SitzBerlin, DeutschlandCham, Schweiz
Preis-EinstiegBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf AnfrageMini 15 €, Business 30 €, Max 90 € pro Platz/Monat bei monatlicher Zahlung; bei jährlicher Zahlung 12 €, 24 € und 72 € (zzgl. MwSt.); Enterprise individuell
Free-Planneinnein
HostingEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für EnterpriseRechenzentren in der EU oder der Schweiz, Region wählbar; Hosting-Anbieter nicht genannt
AV-Vertragnicht belegtauf der Website genannt
ISO 27001auf der Website genanntnicht belegt
SOC 2auf der Website genanntnicht belegt
On-Premisemöglichnicht belegt
Integrationennicht belegtSharePoint, Google Drive, Slack

Wo liegt der eigentliche Unterschied?

Der wichtigste Unterschied liegt im Funktionsumfang jenseits des Chats. Langdock nennt Agents, Workflows und eine API sowie Betriebsmodelle bis On-Premise für große Installationen. Custodos bleibt bei Chat, Firmenwissen, Assistenten und Workflows und ergänzt eine native Mobile App; eine offene API wird zwar als Plattformbaustein genannt, aber nicht im Detail beschrieben.

Der zweite Unterschied betrifft die Modellwahl. Langdock beschreibt sich als modellagnostisch, nennt aber auf den geprüften Seiten keine Modellanbieter namentlich. Custodos benennt die vier Modellanbieter OpenAI, Anthropic, Google und Mistral direkt in der Beschreibung.

Der dritte Unterschied ist das Betriebsmodell. Langdock bietet für Enterprise-Kunden Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise über Kubernetes an. Custodos nennt kein On-Premise, dafür aber die Wahl der Hosting-Region zwischen EU und Schweiz bereits im Einstiegstarif, was für Häuser mit Schweizer Datenschutzpflichten relevant sein kann.

Wer sollte Langdock wählen?

Betriebe ab etwa zehn Mitarbeitenden, die KI nicht nur als Chatfenster verstehen, sind bei Langdock richtig. Wenn absehbar Agents für wiederkehrende Aufgaben und Workflows für ganze Abläufe entstehen sollen, ist die breitere Plattform die tragfähigere Grundlage.

Ein zweites Argument ist das Betriebsmodell für große Häuser. Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise via Kubernetes sind für Enterprise-Installationen genannt, mit konkreten Mindestgrößen ab 2.000 beziehungsweise 5.000 Sitzplätzen laut Prüfprotokoll.

Die Zielgröße reicht laut Anbieter von zehn Mitarbeitenden bis über 1.000, Enterprise startet ab 1.000 Nutzern. Als Referenzen nennt Langdock Merck, BASF, Würth und Trumpf, also Häuser mit entsprechend großen Installationen.

Wer sollte Custodos wählen?

Kleinere Teams und Unternehmen, die mit wenigen Nutzenden starten und trotzdem mehrere Modellanbieter direkt vergleichen wollen, finden bei Custodos den niedrigeren Einstieg. Der Mini-Tarif ab 15 € pro Platz und Monat, bei jährlicher Zahlung 12 €, enthält laut Preisseite bereits alle Modelle, Chat, Firmenwissen abfragen, Mobile App, SSO und Audit-Logs.

Wer neben der DSGVO auch das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz beachten muss, bekommt bei Custodos laut Anbieter die Wahl zwischen EU- und Schweizer Rechenzentren, ohne dafür einen Enterprise-Vertrag abschließen zu müssen. Bei Langdock ist eine vergleichbare Aussage zur Schweiz nicht belegt.

Wer sich für Custodos entscheidet, sollte einkalkulieren, dass der Anbieter laut Impressum eine GmbH in Gründung ist, keine Referenzkunden auf der Website nennt und weder ISO 27001 noch SOC 2 belegt. Nutzen Sie die siebentägige Testphase, um Funktionsumfang und Antwortqualität vor einer Entscheidung selbst zu prüfen.

  • Agents, Workflows und On-Premise für große Installationen geplant: spricht für Langdock.
  • Kleiner Einstieg mit direkter Auswahl zwischen mehreren Modellanbietern gewünscht: spricht für Custodos.
  • Wahl zwischen EU- und Schweizer Rechenzentren ohne Enterprise-Vertrag gewünscht: bei Custodos laut Anbieter bereits im Mini-Tarif enthalten.
  • ISO 27001 und SOC 2 sind Pflicht: bei Langdock auf der Website genannt, bei Custodos nicht.

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?

Langdock nennt für Business 25 € pro Nutzer und Monat, bei jährlicher Zahlung 20 Prozent günstiger, sowie Enterprise-Konditionen ab 1.000 Nutzern auf Anfrage (Stand 08/2026). Ein dauerhafter Free-Plan ist nicht vorgesehen, laut Prüfprotokoll gibt es eine siebentägige Testphase mit Modell-Guthaben.

Custodos staffelt bei monatlicher Zahlung in drei Tarife: Mini 15 €, Business 30 € und Max 90 € pro Platz und Monat, zzgl. Mehrwertsteuer; bei jährlicher Zahlung sind es 12 €, 24 € und 72 € pro Platz und Monat, Enterprise individuell (Stand 09/2026). Auch hier gibt es keinen dauerhaften Free-Plan, sondern eine siebentägige Testphase.

Bei kleinen Teams unter zehn Personen liegt Custodos im Mini-Tarif meist niedriger als Langdocks Einheitspreis von 25 €. Bei größeren, gleichmäßig arbeitenden Belegschaften kann Langdocks flacher Nutzerpreis dagegen die einfacher planbare Rechnung sein, besonders wenn Agents und Workflows hinzukommen.

Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?

Langdock nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure ohne konkrete Standortangabe sowie ISO 27001 und SOC 2 auf der Sicherheitsseite. Ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag war beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht auffindbar.

Custodos nennt Rechenzentren in der EU oder der Schweiz mit wählbarer Region und wirbt mit DSGVO- und revDSG-Konformität, weder ISO 27001 noch SOC 2 sind belegt. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag wird zugesagt, ist aber ebenfalls kein öffentlich abrufbares Dokument.

Beim Betriebsmodell liegt der Unterschied auf der Hand: Langdock bietet für Enterprise-Kunden On-Premise über Kubernetes und Helm an, Custodos nennt keine On-Premise-Option. Wenn ein Betrieb außerhalb der Anbieter-Cloud Bedingung ist, führt der Weg eher über Langdock.

Was ist bei beiden nicht belegt?

Bei Langdock sind Integrationsliste, Supportsprache und Auftragsverarbeitungsvertrag nicht belegt; die Integrationsseite war beim Prüflauf nicht erreichbar. Auch die konkreten Modellanbieter sind auf den geprüften Seiten nicht namentlich aufgeführt.

Bei Custodos fehlen eine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2, ein öffentlich abrufbares AVV-Dokument, der Name des Hosting-Anbieters, Referenzkunden und eine bezifferte Zielgröße; der Anbieter nennt nur allgemeine Branchenkategorien wie „KMU“.

Für beide gilt: Eine vollständige Liste der eingesetzten Modelle mit Verarbeitungsort liegt nicht öffentlich vor. Fragen Sie diese Liste vor einer Entscheidung gezielt ab.

Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

LangdockCustodos
Vorteile
  • EU-Hosting auf Azure laut Anbieter
  • ISO 27001 und SOC 2 auf der Website angegeben
  • On-Premise und eigene Cloud für Enterprise verfügbar
  • Transparenter Listenpreis pro Nutzer
Nachteile
  • AV-Vertrag nicht öffentlich abrufbar (Stand 08/2026)
  • Integrationsliste auf der Website nicht erreichbar
  • Kein dauerhafter Free-Plan (7 Tage Test)
Vorteile
  • Hosting-Region EU oder Schweiz wählbar laut Anbieter
  • Einstieg ab 15 € pro Platz und Monat (12 € bei jährlicher Zahlung) mit öffentlicher Preisliste
  • SSO und Audit-Logs laut Preisseite in jedem Tarif
  • Kein Training mit Kundendaten laut Anbieter
Nachteile
  • Keine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2 genannt (Stand 09/2026)
  • Anbieter ist laut Impressum eine GmbH in Gründung, keine Referenzkunden auf der Website
  • Hosting-Anbieter nicht benannt, AV-Vertrag zugesagt, aber nicht öffentlich abrufbar
  • On-Premise nicht genannt

Beide im vollständigen Vergleich

Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
LangdockBerlin, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf AnfrageEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprisenicht belegtjajaSie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
CustodosCham, SchweizEigenes Angebot des BetreibersMini 15 €, Business 30 €, Max 90 € pro Platz/Monat bei monatlicher Zahlung; bei jährlicher Zahlung 12 €, 24 € und 72 € (zzgl. MwSt.); Enterprise individuellRechenzentren in der EU oder der Schweiz, Region wählbar; Hosting-Anbieter nicht genanntjanicht belegtnicht belegtSie mehrere Sprachmodelle unter einer Oberfläche wollen und zwischen Hosting in der EU und in der Schweiz wählen möchten

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 09/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.

Weitere Direktvergleiche aus KI-Assistenten

Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.

Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.

Häufige Fragen

Welche der beiden ist günstiger?

Für kleine Teams liegt Custodos mit dem Mini-Tarif ab 15 € pro Platz und Monat (12 € bei jährlicher Zahlung) niedriger, Langdock nennt einheitlich 25 € pro Nutzer und Monat (Stand 08/2026 beziehungsweise 09/2026). Bei gleichmäßiger Nutzung durch viele Personen kann Langdocks Einheitspreis dennoch die planbarere Variante sein.

Bietet eine der beiden Lösungen On-Premise an?

Langdock nennt On-Premise über Kubernetes und Helm für Enterprise-Installationen ab 5.000 Sitzplätzen. Custodos nennt keine On-Premise-Option.

Gehört Custodos zum Betreiber dieses Portals?

Ja, Custodos ist ein eigenes Angebot des Betreibers dieses Portals. Wir beschreiben es hier nach denselben Kriterien wie Langdock, mit offen genannten Stärken und Schwächen und ohne Empfehlung für eine der beiden Seiten.

Mit welchen Modellen arbeiten die beiden Plattformen?

Langdock beschreibt sich als modellagnostisch, nennt die Anbieter auf den geprüften Seiten aber nicht namentlich. Custodos benennt OpenAI, Anthropic, Google und Mistral direkt.

Gibt es eine kostenlose Testphase?

Beide bieten laut Prüfprotokoll eine siebentägige Testphase ohne dauerhaften Free-Plan. Lassen Sie sich die aktuellen Konditionen vor der Anmeldung bestätigen.

Welche passt für ein Unternehmen mit fünf Mitarbeitenden?

Langdocks Zielgröße beginnt laut Anbieter erst bei zehn Mitarbeitenden. Custodos nennt keine Mindestgröße und lässt sich mit dem Mini-Tarif auch für kleinere Teams testen.