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Direktvergleich

nele.ai oder DeutschlandGPT: der Direktvergleich

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

nele.ai rechnet über Credits ab 10 € monatlich für 1.000 Credits für das ganze Unternehmen, DeutschlandGPT über Nutzerlizenzen: Pro ab 16 € monatlich im Jahresabo, Business 20 € pro Nutzer und Monat (Stand 08/2026). Beide nennen deutsche Serverstandorte, einen Auftragsverarbeitungsvertrag und ISO 27001. DeutschlandGPT benennt seine Rechenzentren konkret, bietet einen Free-Plan und mehr Konnektoren; nele.ai passt besser, wenn die Nutzung im Team stark schwankt.

nele.ai aus Hungen ist eine KI-Assistenz-Plattform mit Chat, Wissensdatenbanken, Prompt-Bibliothek und API, die für Unternehmen, Verwaltungen und Behörden gebaut ist. Abgerechnet wird nicht pro Kopf, sondern über ein Credit-Kontingent für das gesamte Haus. Laut Anbieter stehen die Server ausschließlich in Deutschland, die Modelle laufen wahlweise auf europäischen oder internationalen Servern. Der Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich verlinkt, ISO 27001 ist angegeben.

DeutschlandGPT aus Germering richtet sich an Unternehmen, Verwaltungen und Kanzleien, die mehrere Sprachmodelle nutzen wollen, ohne eigene Verträge mit den Modellanbietern zu schließen. Die Plattform läuft laut Anbieter auf der Open Telekom Cloud in Magdeburg und Biere, der Hoster hat ein BSI-C5-Testat. Neben dem Chat gibt es Workflows, Assistenten und Add-ins für Microsoft 365 und Google Workspace. Auftragsverarbeitungsvertrag, ISO 27001 und deutschsprachiger Support sind belegt, ein Free-Plan ist vorhanden.

Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?

Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.

Passt zu Ihnen, wenn

nele.ai

  • Sie mit wenigen Nutzenden starten und nicht pro Kopf bezahlen möchten
  • Ihnen deutsche Serverstandorte und ein öffentlich verlinkter AV-Vertrag wichtig sind
  • Sie Word und Excel direkt mit dem Assistenten verbinden wollen
Profil: nele.ai

Passt zu Ihnen, wenn

DeutschlandGPT

  • deutsche Rechenzentren und ein dokumentierter AV-Vertrag Pflicht sind
  • Sie Microsoft 365 oder Google Workspace anbinden wollen
  • Sie vor dem Kauf kostenlos testen möchten
Profil: DeutschlandGPT

Wie unterscheiden sich nele.ai und DeutschlandGPT in den harten Fakten?

Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 08/2026.

Kriteriumnele.aiDeutschlandGPT
Anbieter-SitzHungen, DeutschlandGermering, Deutschland
Preis-Einstiegab 10 € pro Monat für 1.000 Credits (Unternehmen gesamt); Wissensdatenbanken 19,95 €/Monat zusätzlichPro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf Anfrage
Free-Planneinja
HostingServer in Deutschland laut Anbieter; KI-Modelle wahlweise auf europäischen oder internationalen ServernOpen Telekom Cloud (T-Systems), Rechenzentren Magdeburg und Biere; Hoster mit BSI-C5-Testat
AV-Vertragauf der Website genanntauf der Website genannt
ISO 27001auf der Website genanntauf der Website genannt
SOC 2nicht belegtnicht belegt
On-Premisemöglichnicht belegt
IntegrationenMicrosoft Word Add-in, Microsoft Excel Add-in, API, SSO (SAML 2.0)Microsoft 365, Google Workspace, Jira, HubSpot

Wo liegt der eigentliche Unterschied?

In der Rechnung und in der Anbindung. nele.ai verkauft Verbrauch, DeutschlandGPT verkauft Plätze. Und während nele.ai auf Add-ins für Word und Excel, API und SSO setzt, nennt DeutschlandGPT sechs Anbindungen: Microsoft 365, Google Workspace, Jira, HubSpot, Slack und eine Chrome-Erweiterung.

Beim Datenschutz liegen beide nah beieinander, mit einem Unterschied in der Genauigkeit. DeutschlandGPT benennt die Rechenzentren in Magdeburg und Biere und den Hoster, nele.ai nennt Deutschland als Standort, aber nicht den Hosting-Anbieter. Dafür lässt nele.ai die Wahl, ob die Modelle auf europäischen oder internationalen Servern rechnen.

Ein dritter Punkt ist der Einstieg. DeutschlandGPT hat als einzige der beiden einen Free-Plan, mit dem Sie ohne Beschaffungsprozess testen können. Bei nele.ai gibt es laut Prüfprotokoll einen Test mit 1.000 Credits, aber keinen dauerhaft kostenlosen Zugang.

Wer sollte nele.ai wählen?

Betriebe mit ungleicher Nutzung. Wenn von 50 Beschäftigten zehn täglich arbeiten und der Rest einmal im Monat, zahlen Sie bei Lizenzen 50 Plätze und beim Credit-Modell den tatsächlichen Verbrauch. Genau diese Konstellation ist im Mittelstand die häufigste.

Auch für Verwaltungen und kleine Häuser mit knappem Budget ist der Einstieg niedrig: 10 € monatlich für 1.000 Credits, monatlich kündbar, Wissensdatenbanken für 19,95 € monatlich zusätzlich. Als Referenzen nennt der Anbieter unter anderem den ADAC, Leica Camera, den VDMA und die Stadt Bad Nauheim.

Ein weiteres Argument ist die Modellwahl auf Ebene des Verarbeitungsorts: Sie können festlegen, ob europäische oder internationale Server genutzt werden. Halten Sie diese Festlegung in Ihrer KI-Richtlinie fest, sonst ist sie in der Praxis nicht durchsetzbar.

Wer sollte DeutschlandGPT wählen?

Betriebe, die deutsche Rechenzentren nicht nur als Aussage, sondern mit Standortnamen belegt haben wollen. Magdeburg und Biere sind genannt, der Hoster ist T-Systems mit BSI-C5-Testat für die Open Telekom Cloud. Für Kanzleien, Verwaltungen und regulierte Branchen ist das ein handfestes Argument.

Auch wer in Microsoft 365 oder Google Workspace arbeitet, ist hier näher am Alltag: Add-ins und Konnektoren zu Jira, HubSpot und Slack sind belegt, ebenso deutschsprachiger Support. Die Modelle sind namentlich genannt, darunter OpenAI, Anthropic, Google, Meta Llama und Mistral.

Für den Einstieg ist der Free-Plan der praktischste Unterschied. Er erlaubt einen Test durch einzelne Personen, bevor Budget beantragt wird, und ist damit der kürzeste Weg zu einer belastbaren Einschätzung im eigenen Haus.

  • Nutzung schwankt stark im Team: spricht für das Credit-Modell von nele.ai.
  • Benannte Rechenzentren als Anforderung: bei DeutschlandGPT belegt.
  • Jira, HubSpot oder Slack anbinden: nur bei DeutschlandGPT belegt.
  • Word- und Excel-Add-ins plus SSO nach SAML 2.0: bei nele.ai belegt.
  • Kostenlos ausprobieren ohne Beschaffung: nur bei DeutschlandGPT möglich.

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?

nele.ai beginnt bei 10 € monatlich für 1.000 Credits für das gesamte Unternehmen, zuzüglich 19,95 € monatlich für Wissensdatenbanken. DeutschlandGPT nennt Pro ab 16 € monatlich bei jährlicher Zahlung inklusive Umsatzsteuer, Business mit 20 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Umsatzsteuer sowie Enterprise auf Anfrage.

Achten Sie bei DeutschlandGPT auf die unterschiedliche Steuerbasis der beiden veröffentlichten Zahlen. Der Pro-Preis versteht sich inklusive, der Business-Preis zuzüglich Umsatzsteuer. Für einen belastbaren Vergleich rechnen Sie beide auf dieselbe Basis um.

Der Kern des Vergleichs bleibt die Nutzungsmenge. Schätzen Sie, wie viele Personen wie oft arbeiten, und fragen Sie bei nele.ai den Credit-Verbrauch typischer Aufgaben ab. Erst mit dieser Zahl lässt sich das Kontingent gegen 20 € pro Platz stellen.

Was gilt beim Datenschutz?

Beide nennen einen Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO und ISO 27001. Bei nele.ai ist der Vertrag öffentlich verlinkt, bei DeutschlandGPT über die Trust-Seite dokumentiert. Damit ist der formale Rahmen in beiden Fällen ohne Rückfrage prüfbar.

Der Unterschied liegt eine Ebene tiefer. DeutschlandGPT führt in seiner Subprozessorenliste auch US-Hyperscaler und Modellanbieter mit eigenen Verarbeitungsorten. nele.ai gibt an, dass die Modelle wahlweise auf europäischen oder internationalen Servern laufen. In beiden Fällen entscheidet also Ihre Konfiguration darüber, wohin die Daten tatsächlich fließen.

SOC 2 ist bei keinem der beiden belegt. Wenn ein Kunde oder Ihre Konzernrevision danach fragt, müssen Sie das direkt beim Anbieter klären.

Wo fehlen Angaben?

Bei nele.ai ist der Hosting-Anbieter nicht genannt, deutschsprachiger Support ist nicht belegt, und die On-Premise-Option gilt laut Prüfprotokoll nur für einzelne Modelle mit offenem Umfang. Bei DeutschlandGPT ist keine On-Premise- oder Private-Cloud-Option genannt, und SOC 2 fehlt.

Für beide gilt: Fordern Sie vor Vertragsschluss die aktuelle Liste der eingesetzten Modelle mit Verarbeitungsort an. Diese Liste ändert sich schneller als jede Produktseite und ist der eigentliche Prüfgegenstand.

Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

nele.aiDeutschlandGPT
Vorteile
  • Credit-Modell ohne Nutzerlizenzen, monatlich kündbar
  • AV-Vertrag öffentlich verlinkt
  • ISO 27001 auf der Website angegeben
  • Server in Deutschland laut Anbieter
Nachteile
  • Hosting-Anbieter nicht genannt
  • On-Premise nur für einzelne Modelle, Umfang offen
  • Kein dauerhafter Free-Plan
Vorteile
  • Hosting auf der Open Telekom Cloud in Deutschland laut Anbieter
  • AV-Vertrag und ISO 27001 auf der Trust-Seite angegeben
  • Free-Plan vorhanden
  • Breite Modellauswahl
Nachteile
  • Keine On-Premise- oder Private-Cloud-Option genannt
  • Subprozessorenliste nennt auch US-Hyperscaler und Modellanbieter
  • Pro-Preis inkl., Business-Preis zzgl. USt, unterschiedliche Basis

Beide im vollständigen Vergleich

Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
nele.aiHungen, Deutschlandab 10 € pro Monat für 1.000 Credits (Unternehmen gesamt); Wissensdatenbanken 19,95 €/Monat zusätzlichServer in Deutschland laut Anbieter; KI-Modelle wahlweise auf europäischen oder internationalen ServernjajajaSie mit wenigen Nutzenden starten und nicht pro Kopf bezahlen möchten
DeutschlandGPTGermering, DeutschlandPro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf AnfrageOpen Telekom Cloud (T-Systems), Rechenzentren Magdeburg und Biere; Hoster mit BSI-C5-Testatjajanicht belegtdeutsche Rechenzentren und ein dokumentierter AV-Vertrag Pflicht sind

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.

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Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.

Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.

Häufige Fragen

Welche Lösung ist günstiger?

Der Einstieg liegt bei nele.ai mit 10 € monatlich für 1.000 Credits niedriger als bei DeutschlandGPT mit 16 € monatlich für Pro im Jahresabo (Stand 08/2026). Bei durchgehender Nutzung durch viele Personen kann eine Nutzerlizenz zu 20 € dennoch die planbarere Rechnung sein. Entscheidend ist Ihre erwartete Nutzungsmenge.

Wo genau stehen die Server?

DeutschlandGPT nennt die Open Telekom Cloud mit Rechenzentren in Magdeburg und Biere. nele.ai gibt an, dass die Server ausschließlich in Deutschland stehen, nennt den Hosting-Anbieter aber nicht. Die Modelle können in beiden Fällen an anderen Orten rechnen, deshalb ist die Subprozessorenliste der wichtigere Beleg.

Kann ich vor dem Kauf testen?

DeutschlandGPT bietet laut Anbieter einen Free-Plan. Bei nele.ai gibt es laut Prüfprotokoll einen Test mit 1.000 Credits, aber keinen dauerhaft kostenlosen Zugang. Für eine belastbare Einschätzung planen Sie in beiden Fällen vier Wochen mit einer festen Testgruppe.

Eignen sich beide für sehr kleine Betriebe?

Ja. Beide nennen Solo-Selbstständige und Teams ab zwei Personen in ihrer Zielgröße. DeutschlandGPT adressiert zusätzlich Organisationen über 1.000 Mitarbeitende, nele.ai laut Anbieterangabe bis 999.

Was muss ich vor der Einführung intern regeln?

Legen Sie fest, welche Daten eingegeben werden dürfen, wer Ergebnisse prüft und welche Modelle zugelassen sind. Klären Sie außerdem die Beteiligung des Betriebsrats, wenn eine vorhanden ist. Die Pflicht zur KI-Kompetenz aus Art. 4 der KI-Verordnung gilt seit dem 02.02.2025 und lässt sich mit einer kurzen Unterweisung miterledigen.