Langdock oder DeutschlandGPT: der Direktvergleich
Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes
Kurz gesagt
Beide Plattformen geben Mitarbeitenden einen verwalteten Zugang zu mehreren Sprachmodellen, setzen aber unterschiedliche Schwerpunkte: Langdock zielt auf Plattformtiefe mit Agents, Workflows und Betriebsmodellen bis On-Premise, DeutschlandGPT auf einen niedrigschwelligen Einstieg mit deutschen Rechenzentren und dokumentiertem Vertragswerk. Der Preis liegt bei Langdock bei 25 € pro Nutzer und Monat, bei DeutschlandGPT bei 20 € im Business-Tarif beziehungsweise ab 16 € monatlich für Pro im Jahresabo (Stand 08/2026).
Langdock aus Berlin ist eine unternehmensweite KI-Plattform mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung. Der Anbieter nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure sowie Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für große Installationen; ISO 27001 und SOC 2 stehen auf der Sicherheitsseite. Ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag war beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht auffindbar.
DeutschlandGPT aus Germering ist eine datenschutzorientierte Plattform mit Multi-Modell-Chat, Workflows, Assistenten, Office-Add-ins und API. Als Hosting nennt der Anbieter die Open Telekom Cloud mit Rechenzentren in Magdeburg und Biere und verweist auf ein BSI-C5-Testat des Hosters. Auftragsverarbeitungsvertrag, ISO 27001 und deutschsprachiger Support sind belegt, ebenso ein Free-Plan.
Wie unterscheiden sich Langdock und DeutschlandGPT in den harten Fakten?
Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 08/2026.
| Kriterium | Langdock | DeutschlandGPT |
|---|---|---|
| Anbieter-Sitz | Berlin, Deutschland | Germering, Deutschland |
| Preis-Einstieg | Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage | Pro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf Anfrage |
| Free-Plan | nein | ja |
| Hosting | EU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprise | Open Telekom Cloud (T-Systems), Rechenzentren Magdeburg und Biere; Hoster mit BSI-C5-Testat |
| AV-Vertrag | nicht belegt | auf der Website genannt |
| ISO 27001 | auf der Website genannt | auf der Website genannt |
| SOC 2 | auf der Website genannt | nicht belegt |
| On-Premise | möglich | nicht belegt |
| Integrationen | nicht belegt | Microsoft 365, Google Workspace, Jira, HubSpot |
Wo liegt der eigentliche Unterschied?
Im Anspruch an die Plattform. Langdock adressiert Organisationen, die neben dem Chat Agents und Workflows auf derselben Grundlage betreiben wollen, und bietet dafür Betriebsmodelle bis hin zu On-Premise. DeutschlandGPT setzt beim Einstieg an: deutsche Rechenzentren, dokumentierter Vertrag, Office-Add-ins, Free-Plan zum Ausprobieren.
Der zweite Unterschied betrifft die Belegdichte. DeutschlandGPT nennt Auftragsverarbeitungsvertrag, Integrationen und Supportsprache öffentlich; bei Langdock waren Auftragsverarbeitungsvertrag und Integrationsliste beim Prüflauf nicht abrufbar. Das sagt nichts über die Qualität, macht aber die Vorprüfung aufwendiger.
Wer sollte Langdock wählen?
Betriebe ab etwa zehn Mitarbeitenden, die KI nicht nur als Chat verstehen, sondern Abläufe darauf aufbauen wollen. Wer Agents und Workflows plant und langfristig eine einzige Plattform dafür nutzen möchte, findet hier den größeren Spielraum.
Ebenfalls sinnvoll ist Langdock, wenn Single-Tenant oder On-Premise absehbar gefordert werden. Der Anbieter nennt diese Modelle für Enterprise-Installationen; klären Sie die Mindestgröße im Gespräch, da sie nicht öffentlich dokumentiert ist.
Wer sollte DeutschlandGPT wählen?
Betriebe, die schnell starten wollen und deutsche Rechenzentren sowie einen dokumentierten Auftragsverarbeitungsvertrag als Voraussetzung setzen. Der Free-Plan erlaubt einen Test ohne Beschaffungsprozess, was in kleineren Organisationen den Ausschlag gibt.
Auch für Betriebe mit Microsoft 365 oder Google Workspace ist die Lösung praktisch, weil Add-ins und Konnektoren zu Jira, HubSpot und Slack belegt sind. Solo-Selbstständige und sehr kleine Teams sind laut Zielgröße ausdrücklich mit adressiert.
Wie unterscheiden sich Preis und Vertragsmodell?
Beide rechnen pro Nutzer ab, aber auf unterschiedlichem Niveau. Langdock nennt 25 € pro Nutzer und Monat, bei jährlicher Zahlung 20 Prozent günstiger, und Enterprise-Konditionen ab 1.000 Nutzern auf Anfrage. DeutschlandGPT nennt 20 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Umsatzsteuer im Business-Tarif sowie Pro ab 16 € monatlich im Jahresabo inklusive Umsatzsteuer.
Achten Sie auf die unterschiedliche Steuerbasis in den veröffentlichten Zahlen: Der Pro-Preis versteht sich inklusive, der Business-Preis zuzüglich Umsatzsteuer. Für einen belastbaren Vergleich rechnen Sie beide auf dieselbe Basis um.
Was ist beim Datenschutz zu beachten?
Beide nennen europäische Verarbeitung, aber mit unterschiedlicher Konkretheit. DeutschlandGPT benennt Standorte in Magdeburg und Biere und verweist auf das BSI-C5-Testat des Hosters, führt jedoch in seiner Subprozessorenliste auch US-Hyperscaler und Modellanbieter mit eigenen Verarbeitungsorten. Langdock nennt EU-Hosting auf Azure ohne konkrete Standortangabe.
Für beide gilt: Der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO ist Pflicht, sobald personenbezogene Daten eingegeben werden. Bei DeutschlandGPT ist er belegt, bei Langdock müssen Sie ihn anfragen.
Wo fehlen Angaben?
Bei Langdock sind Integrationsliste, Supportsprache und Auftragsverarbeitungsvertrag nicht öffentlich dokumentiert; die Seite mit den Integrationen war beim Prüflauf nicht erreichbar. Bei DeutschlandGPT fehlen Angaben zu SOC 2 und zu einer On-Premise-Option.
Beide nennen keine vollständige Liste der eingesetzten Modelle mit Verarbeitungsort. Genau diese Liste sollten Sie vor Vertragsschluss anfordern, weil sie über den tatsächlichen Datenfluss entscheidet.
Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll
| Langdock | DeutschlandGPT |
|---|---|
Vorteile
| Vorteile
|
Beide im vollständigen Vergleich
Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.
Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.
| Lösung | Preis-Einstieg | Hosting | AVV | ISO 27001 | On-Premise | Passend für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LangdockBerlin, Deutschland | Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage | EU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprise | nicht belegt | ja | ja | Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen |
| DeutschlandGPTGermering, Deutschland | Pro ab 16 €/Monat bei jährlicher Zahlung (inkl. USt); Business 20 € pro Nutzer/Monat zzgl. USt; Enterprise auf Anfrage | Open Telekom Cloud (T-Systems), Rechenzentren Magdeburg und Biere; Hoster mit BSI-C5-Testat | ja | ja | nicht belegt | deutsche Rechenzentren und ein dokumentierter AV-Vertrag Pflicht sind |
Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.
Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.
Häufige Fragen
Welche Lösung ist günstiger?
Nach den veröffentlichten Preisen liegt DeutschlandGPT niedriger: 20 € pro Nutzer und Monat im Business-Tarif gegenüber 25 € bei Langdock, jeweils Stand 08/2026. Beachten Sie die unterschiedliche Steuerbasis und mögliche Jahresrabatte.
Welche Lösung ist besser für den Datenschutz?
DeutschlandGPT dokumentiert mehr: benannte Rechenzentren, Auftragsverarbeitungsvertrag und ISO 27001. Langdock nennt EU-Hosting sowie ISO 27001 und SOC 2, der Vertrag ist aber nicht öffentlich abrufbar. Entscheidend bleibt in beiden Fällen die Subprozessorenliste.
Kann ich beide testen?
DeutschlandGPT bietet laut Anbieter einen Free-Plan. Langdock nennt keinen dauerhaften kostenlosen Zugang, laut Prüfprotokoll gibt es eine Testphase. Fragen Sie beim Anbieter nach den aktuellen Konditionen.
Welche passt für 200 Mitarbeitende?
Beide adressieren diese Größenordnung. Prüfen Sie den Bedarf an Agents und Workflows und die Frage nach dem Betriebsmodell: Wird On-Premise verlangt, führt der Weg eher zu Langdock; steht der schnelle, dokumentierte Start im Vordergrund, eher zu DeutschlandGPT.