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Direktvergleich

Langdock oder nele.ai: der Direktvergleich

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Der wichtigste Unterschied liegt in der Abrechnung und im Anspruch an die Plattform: Langdock rechnet mit 25 € pro Nutzer und Monat ab und bietet neben dem Chat Agents, Workflows und Betriebsmodelle bis On-Premise, nele.ai rechnet über Credits ab 10 € monatlich für 1.000 Credits für das gesamte Unternehmen (Stand 08/2026). Für Betriebe, in denen viele Personen täglich arbeiten und Abläufe auf der Plattform entstehen sollen, ist Langdock die naheliegendere Wahl. Wo wenige Personen regelmäßig und viele nur gelegentlich arbeiten und deutsche Server sowie ein öffentlich verlinkter Auftragsverarbeitungsvertrag Bedingung sind, passt nele.ai besser.

Langdock aus Berlin ist eine unternehmensweite KI-Plattform mit freier Modellwahl, Chat, Agents, Workflows und API unter zentraler Verwaltung. Administration, Rechte und Modellauswahl liegen beim Unternehmen, nicht beim einzelnen Konto. Der Anbieter nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure sowie Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für große Installationen; ISO 27001 und SOC 2 stehen auf der Sicherheitsseite. Ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag war beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht auffindbar.

nele.ai aus Hungen bündelt mehrere Sprachmodelle hinter einer Oberfläche für Unternehmen, Verwaltungen und Behörden. Statt Lizenzen pro Kopf buchen Sie ein Credit-Kontingent für das ganze Haus; Wissensdatenbanken für eigene Dokumente kommen als Zusatzmodul dazu. Laut Anbieter stehen die Server ausschließlich in Deutschland, die Modelle laufen wahlweise auf europäischen oder internationalen Servern. Auftragsverarbeitungsvertrag und ISO 27001 sind auf den Seiten des Anbieters angegeben.

Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?

Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.

Passt zu Ihnen, wenn

Langdock

  • Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
  • zentrale Verwaltung, Rechte und Governance wichtiger sind als ein einzelnes Spezialwerkzeug
  • Sie langfristig Agents und Workflows auf derselben Plattform aufbauen möchten
Profil: Langdock

Passt zu Ihnen, wenn

nele.ai

  • Sie mit wenigen Nutzenden starten und nicht pro Kopf bezahlen möchten
  • Ihnen deutsche Serverstandorte und ein öffentlich verlinkter AV-Vertrag wichtig sind
  • Sie Word und Excel direkt mit dem Assistenten verbinden wollen
Profil: nele.ai

Wie unterscheiden sich Langdock und nele.ai in den harten Fakten?

Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 08/2026.

KriteriumLangdocknele.ai
Anbieter-SitzBerlin, DeutschlandHungen, Deutschland
Preis-EinstiegBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrageab 10 € pro Monat für 1.000 Credits (Unternehmen gesamt); Wissensdatenbanken 19,95 €/Monat zusätzlich
Free-Planneinnein
HostingEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für EnterpriseServer in Deutschland laut Anbieter; KI-Modelle wahlweise auf europäischen oder internationalen Servern
AV-Vertragnicht belegtauf der Website genannt
ISO 27001auf der Website genanntauf der Website genannt
SOC 2auf der Website genanntnicht belegt
On-Premisemöglichmöglich
Integrationennicht belegtMicrosoft Word Add-in, Microsoft Excel Add-in, API, SSO (SAML 2.0)

Wo liegt der eigentliche Unterschied?

In der Frage, wofür Sie zahlen. Langdock verkauft Nutzerplätze: Jede Person, die Zugang bekommt, kostet denselben Betrag, gleich wie oft sie den Assistenten öffnet. nele.ai verkauft Verbrauch: Das Unternehmen bucht ein Kontingent, das sich mit der Nutzung leert. Bei 60 Beschäftigten, von denen zwölf täglich und der Rest selten arbeitet, führen die beiden Modelle zu sehr verschiedenen Rechnungen.

Der zweite Unterschied betrifft den Funktionsumfang jenseits des Chats. Langdock nennt Agents, Workflows und eine API sowie Betriebsmodelle bis On-Premise für Enterprise-Installationen. nele.ai nennt Chat, Wissensdatenbanken, eine Prompt-Bibliothek und eine API, dazu Add-ins für Word und Excel und Anmeldung per SSO nach SAML 2.0.

Der dritte Unterschied ist die Belegdichte. nele.ai verlinkt den Auftragsverarbeitungsvertrag öffentlich und benennt Deutschland als Serverstandort, nennt aber den Hosting-Anbieter nicht. Langdock nennt ISO 27001 und SOC 2, dazu EU-Hosting auf Azure, hat den Vertrag beim Prüflauf aber nicht öffentlich bereitgestellt.

Wer sollte Langdock wählen?

Betriebe ab etwa zehn Mitarbeitenden, die KI nicht nur als Chatfenster verstehen. Wenn absehbar Agents für wiederkehrende Aufgaben und Workflows für ganze Abläufe entstehen sollen, ist eine Plattform, die beides mitbringt, die tragfähigere Grundlage als ein reiner Assistenzdienst.

Ein zweites Argument ist das Betriebsmodell. Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise sind für Enterprise-Installationen genannt. Wenn Ihre IT oder Ihr Fachbereich eine getrennte Umgebung verlangt, sollten Sie Umfang, Voraussetzungen und Mindestgröße direkt beim Anbieter erfragen, denn dazu liegen keine öffentlichen Angaben vor.

Die Zielgröße reicht laut Anbieter von zehn Mitarbeitenden aufwärts bis über 1.000. Als Referenzen nennt Langdock Merck, BASF, Würth und Trumpf, also Häuser mit entsprechend großen Installationen.

Wer sollte nele.ai wählen?

Kleine Teams, Verwaltungen und Betriebe mit ungleicher Nutzung. Wer 30 Beschäftigte hat, von denen sechs regelmäßig mit KI arbeiten, zahlt beim Credit-Modell den tatsächlichen Verbrauch statt 30 Lizenzen. Solo-Selbstständige und Teams ab zwei Personen sind laut Zielgröße ausdrücklich mit adressiert.

Auch als Einstieg ohne langen Beschaffungsprozess ist die Lösung praktisch: 10 € monatlich für 1.000 Credits sind ein überschaubarer Betrag, Wissensdatenbanken kosten 19,95 € monatlich zusätzlich, und der Vertrag ist laut Anbieter monatlich kündbar.

Wenn Ihre Prüfliste einen öffentlich verlinkten Auftragsverarbeitungsvertrag und deutsche Serverstandorte verlangt, liefert nele.ai diese beiden Punkte ohne Rückfrage. Das verkürzt die Vorprüfung spürbar.

  • Wenige intensive und viele gelegentliche Nutzende: Credit-Modell rechnet sich meist besser.
  • Durchgehende tägliche Nutzung im ganzen Haus: Nutzerlizenz ist die ruhigere Rechnung.
  • Agents und Workflows geplant: spricht für Langdock.
  • Word- und Excel-Add-ins sowie SSO gefordert: bei nele.ai belegt.

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?

Langdock nennt für Business 25 € pro Nutzer und Monat, bei jährlicher Zahlung 20 Prozent günstiger, sowie Enterprise-Konditionen ab 1.000 Nutzern auf Anfrage. Ein dauerhafter kostenloser Zugang ist nicht vorgesehen, laut Prüfprotokoll gibt es eine siebentägige Testphase.

nele.ai beginnt bei 10 € monatlich für 1.000 Credits, gültig für das gesamte Unternehmen. Das Modul für Wissensdatenbanken kostet 19,95 € monatlich zusätzlich. Einen dauerhaften Free-Plan gibt es nicht, laut Prüfprotokoll aber einen Test mit 1.000 Credits.

Für einen belastbaren Vergleich brauchen Sie eine Verbrauchsschätzung. Fragen Sie beim Anbieter nach, wie viele Credits typische Aufgaben verbrauchen, etwa eine Zusammenfassung von zehn Seiten oder ein Angebotsentwurf, und rechnen Sie mit Ihrer erwarteten Menge. Ohne diese Zahl lässt sich ein Kontingent nicht seriös gegen Lizenzpreise stellen.

Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?

Beide Anbieter sitzen in Deutschland und nennen europäische beziehungsweise deutsche Verarbeitung, aber mit unterschiedlicher Konkretheit. nele.ai gibt Server ausschließlich in Deutschland an und lässt die Wahl, ob die Modelle auf europäischen oder internationalen Servern rechnen; der Hosting-Anbieter ist nicht genannt. Langdock nennt EU-Hosting auf Microsoft Azure ohne konkrete Standortangabe.

Beim Vertragswerk liegt der Unterschied auf der Hand: Bei nele.ai ist der Auftragsverarbeitungsvertrag nach Art. 28 DSGVO öffentlich verlinkt, bei Langdock war er beim Prüflauf nicht abrufbar und muss angefragt werden. Das sagt nichts darüber, ob es ihn gibt, verlängert aber die Vorprüfung.

On-Premise nennen beide, allerdings verschieden. Bei Langdock ist es ein Betriebsmodell für Enterprise-Installationen, bei nele.ai gilt es laut Prüfprotokoll nur für einzelne Modelle, und der Umfang ist offen. Lassen Sie sich in beiden Fällen schriftlich geben, welche Komponenten tatsächlich im eigenen Haus laufen.

Wo fehlen Angaben?

Bei Langdock sind Integrationsliste, Supportsprache und Auftragsverarbeitungsvertrag nicht belegt; die Integrationsseite war beim Prüflauf nicht erreichbar. Auch die verfügbaren Modelle sind auf den geprüften Seiten nicht namentlich aufgeführt. Fragen Sie beides ab, bevor Sie in eine Ausschreibung gehen.

Bei nele.ai ist der Hosting-Anbieter nicht genannt, SOC 2 ist nicht belegt und der Umfang der On-Premise-Option bleibt offen. Deutschsprachiger Support ist ebenfalls nicht belegt, obwohl der Anbieter in Deutschland sitzt.

Für beide gilt: Eine vollständige Liste der eingesetzten Modelle mit Verarbeitungsort liegt nicht öffentlich vor. Genau diese Liste entscheidet über den tatsächlichen Datenfluss, deshalb gehört sie in die Anfrage.

Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

Langdocknele.ai
Vorteile
  • EU-Hosting auf Azure laut Anbieter
  • ISO 27001 und SOC 2 auf der Website angegeben
  • On-Premise und eigene Cloud für Enterprise verfügbar
  • Transparenter Listenpreis pro Nutzer
Nachteile
  • AV-Vertrag nicht öffentlich abrufbar (Stand 08/2026)
  • Integrationsliste auf der Website nicht erreichbar
  • Kein dauerhafter Free-Plan (7 Tage Test)
Vorteile
  • Credit-Modell ohne Nutzerlizenzen, monatlich kündbar
  • AV-Vertrag öffentlich verlinkt
  • ISO 27001 auf der Website angegeben
  • Server in Deutschland laut Anbieter
Nachteile
  • Hosting-Anbieter nicht genannt
  • On-Premise nur für einzelne Modelle, Umfang offen
  • Kein dauerhafter Free-Plan

Beide im vollständigen Vergleich

Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
LangdockBerlin, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf AnfrageEU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprisenicht belegtjajaSie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
nele.aiHungen, Deutschlandab 10 € pro Monat für 1.000 Credits (Unternehmen gesamt); Wissensdatenbanken 19,95 €/Monat zusätzlichServer in Deutschland laut Anbieter; KI-Modelle wahlweise auf europäischen oder internationalen ServernjajajaSie mit wenigen Nutzenden starten und nicht pro Kopf bezahlen möchten

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.

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Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.

Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.

Häufige Fragen

Welche der beiden ist günstiger?

Das hängt an Ihrer Nutzungsmenge, nicht an der Zahl der Beschäftigten. Der Einstieg liegt bei nele.ai mit 10 € monatlich für 1.000 Credits niedriger, Langdock nennt 25 € pro Nutzer und Monat (Stand 08/2026). Bei durchgehender täglicher Nutzung durch viele Personen kann die Lizenz dennoch die günstigere und besser planbare Variante sein.

Kann ich mit beiden auf eigene Dokumente zugreifen?

nele.ai bietet Wissensdatenbanken als Zusatzmodul für 19,95 € monatlich an. Für Langdock liegen uns dazu keine belegten Angaben vor, weil die Integrationsseite beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht erreichbar war. Fragen Sie beim Anbieter nach, welche Quellen angebunden werden können und wie Berechtigungen abgebildet werden.

Gibt es eine kostenlose Testphase?

Einen dauerhaften Free-Plan nennt keiner der beiden Anbieter. Laut Prüfprotokoll gibt es bei Langdock eine siebentägige Testphase und bei nele.ai einen Test mit 1.000 Credits. Lassen Sie sich die aktuellen Konditionen bestätigen, sie ändern sich häufiger als die Preisseiten.

Welche passt für 150 Mitarbeitende?

Beide adressieren diese Größenordnung. Entscheidend ist, wie gleichmäßig gearbeitet wird und ob Agents und Workflows geplant sind. Bei breiter täglicher Nutzung und Plattformausbau führt der Weg eher zu Langdock, bei ungleicher Nutzung und knappem Budget eher zu nele.ai.

Brauche ich zusätzlich eine interne KI-Richtlinie?

Ja, bei beiden gleichermaßen. Die Software regelt Zugang, Rechte und Vertrag, nicht das Verhalten. Eine kurze Richtlinie legt fest, welche Daten eingegeben werden dürfen, wer Ergebnisse prüft und wie mit Fehlern umgegangen wird.