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Direktvergleich

n8n oder Make: der Direktvergleich

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

n8n und Make lösen dieselbe Aufgabe mit unterschiedlicher Philosophie: n8n benennt Frankfurt als Cloud-Standort und erlaubt Self-Hosting, Make ist visuell zugänglicher und startet mit einem Free-Plan ab 9 $ monatlich. Für Betriebe mit Datenschutzanforderungen ist n8n meist die belastbarere Wahl, für Fachabteilungen ohne IT-Unterstützung Make (Stand 08/2026).

n8n aus Berlin ist eine Workflow-Automatisierung für technische Teams mit Bausteinen für KI-Agenten. Die Cloud-Variante wird laut Preisseite in Frankfurt betrieben, die Community Edition lässt sich unter der Sustainable Use License für interne Geschäftszwecke kostenlos selbst hosten. Ein Auftragsverarbeitungsvertrag ist öffentlich verlinkt, SOC 2 Typ 2 ist im Trust Center genannt, ISO 27001 nicht.

Make verbindet Apps, Datenquellen und KI-Modelle per Drag-and-drop und richtet sich damit auch an Fachabteilungen ohne Entwicklungserfahrung. Der Anbieter nennt AWS mit Regionen in der EU und Nordamerika, einen Auftragsverarbeitungsvertrag als PDF sowie ISO 27001 und SOC 2. Self-Hosting gibt es nicht; der Firmensitz war auf der Website nicht belegt.

Wie unterscheiden sich n8n und Make in den harten Fakten?

Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 08/2026.

Kriteriumn8nMake
Anbieter-SitzBerlin, Deutschlandlaut Website nicht belegt (Footer nennt Celonis)
Preis-EinstiegStarter 20 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (2.500 Workflow-Ausführungen); Community Edition selbst gehostet kostenlosCore ab 9 $/Monat (10.000 Credits); Free-Plan mit 1.000 Credits/Monat; Enterprise auf Anfrage
Free-Planneinja
HostingCloud von n8n betrieben in Frankfurt; Self-Hosting möglichAWS (EU/Nordamerika); ob der Kunde die EU-Region wählen kann, ist nicht belegt
AV-Vertragauf der Website genanntauf der Website genannt
ISO 27001nicht belegtauf der Website genannt
SOC 2auf der Website genanntauf der Website genannt
On-Premisemöglichnein
IntegrationenSlack, Google Workspace, Microsoft 365, SAPOpenAI, HubSpot, Monday.com, NetSuite

Wo liegt der eigentliche Unterschied?

In der Kontrolle über den Betrieb. n8n lässt sich vollständig selbst hosten, womit die Frage nach dem Verarbeitungsort in Ihrer Hand liegt. Make ist ausschließlich als Dienst verfügbar, und ob Kunden die EU-Region wählen können, war beim Prüflauf nicht belegt.

Der zweite Unterschied ist die Zielgruppe. Make ist auf Zugänglichkeit gebaut und wird häufig von Marketing oder Vertrieb selbst bedient. n8n adressiert laut Anbieter technische Teams, was bei komplexen Abläufen ein Vorteil und beim schnellen Einstieg eine Hürde ist.

Wer sollte n8n wählen?

Betriebe mit eigener IT und Anforderungen an den Verarbeitungsort. Wer personenbezogene Daten durch Abläufe schickt und den Standort belegen muss, bekommt mit Self-Hosting oder der Frankfurter Cloud die klarere Antwort.

Auch bei hohem Ausführungsvolumen lohnt der Blick: Der Starter-Tarif nennt 20 € monatlich im Jahresabo für 2.500 Ausführungen, die Community Edition ist beim Eigenbetrieb kostenlos. Beachten Sie, dass die Lizenz auf interne Geschäftszwecke begrenzt ist.

Wer sollte Make wählen?

Fachabteilungen, die ohne IT-Beteiligung starten wollen. Der Free-Plan mit 1.000 Credits monatlich und der Einstieg ab 9 $ monatlich für 10.000 Credits erlauben einen Test ohne Beschaffungsprozess.

Auch bei vielen unterschiedlichen SaaS-Werkzeugen spricht die breite Anbindung dafür. Genannt sind unter anderem OpenAI, HubSpot, Monday.com, NetSuite, Salesforce und Slack.

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?

Die Zähleinheit ist verschieden: n8n rechnet Workflow-Ausführungen, Make rechnet Credits. Damit sind die Grundpreise nicht direkt vergleichbar. Ein Ablauf mit zwanzig Schritten verbraucht bei Make deutlich mehr Credits als ein Ablauf mit drei Schritten, während er bei n8n als eine Ausführung zählt.

Rechnen Sie deshalb mit Ihrem erwarteten Volumen und mit der Schrittzahl je Ablauf. Bei Self-Hosting entfallen Lizenzkosten, dafür entstehen Betriebs- und Wartungsaufwand, den Sie mit einem realistischen Stundensatz ansetzen sollten.

Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?

Beide stellen einen Auftragsverarbeitungsvertrag bereit, bei Make öffentlich als PDF, bei n8n als verlinktes Dokument. n8n nennt Frankfurt als Cloud-Standort und erlaubt Self-Hosting, Make nennt AWS in EU und Nordamerika ohne belegte Wahlmöglichkeit.

Zu bedenken ist außerdem: Jeder KI-Schritt verlagert einen Teil der Verarbeitung zum Modellanbieter. Dokumentieren Sie je Ablauf, welche Daten welchen Dienst erreichen, sonst ist die Verarbeitungsübersicht nach kurzer Zeit nicht mehr aktuell.

Wo fehlen Angaben?

Bei Make sind Firmensitz und die Möglichkeit zur EU-Regionswahl nicht belegt, außerdem sind die Preise in US-Dollar ausgewiesen. Bei n8n ist ISO 27001 nicht genannt, und der Cloud-Infrastrukturanbieter wird auf der Preisseite nicht benannt.

Beide veröffentlichen keine vollständige Liste ihrer Subprozessoren an prominenter Stelle. Fragen Sie diese an, bevor Sie Abläufe mit personenbezogenen Daten produktiv schalten.

Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

n8nMake
Vorteile
  • Self-Hosting unter Sustainable Use License
  • Cloud in Frankfurt laut Anbieter
  • Öffentlicher AV-Vertrag, SOC 2 Typ 2
  • Transparenter Einstiegspreis
Nachteile
  • ISO 27001 nicht belegt
  • Community-Lizenz nur für interne Zwecke
  • Richtet sich an technische Teams
Vorteile
  • Free-Plan und sehr günstiger Einstieg
  • Öffentlicher AV-Vertrag, ISO 27001 und SOC 2 angegeben
  • Sehr viele App-Anbindungen
Nachteile
  • Kein Self-Hosting / On-Premise
  • EU-Regionswahl nicht belegt
  • Firmensitz auf der Website nicht belegt (Impressum nicht erreichbar)
  • Preise in USD

Beide im vollständigen Vergleich

Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
n8nBerlin, DeutschlandStarter 20 €/Monat bei jährlicher Abrechnung (2.500 Workflow-Ausführungen); Community Edition selbst gehostet kostenlosCloud von n8n betrieben in Frankfurt; Self-Hosting möglichjanicht belegtjaIhre IT Workflows selbst bauen und bei Bedarf selbst hosten will
Makelaut Website nicht belegt (Footer nennt Celonis)Core ab 9 $/Monat (10.000 Credits); Free-Plan mit 1.000 Credits/Monat; Enterprise auf AnfrageAWS (EU/Nordamerika); ob der Kunde die EU-Region wählen kann, ist nicht belegtjajaneinFachabteilungen ohne Entwickler Abläufe zwischen Cloud-Tools verknüpfen sollen

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Weiter zum vollständigen Vergleich: Automatisierung & Agenten. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.

Häufige Fragen

Ist Self-Hosting bei n8n wirklich kostenlos?

Die Community Edition ist kostenlos und läuft unter der Sustainable Use License für interne Geschäftszwecke. Server, Updates, Sicherung und Verfügbarkeit liegen dann in Ihrer Verantwortung.

Brauche ich Entwicklungserfahrung?

Für Make in der Regel nicht. n8n richtet sich laut Anbieter an technische Teams; einfache Abläufe sind auch dort ohne Programmierung möglich, komplexe profitieren von IT-Kenntnissen.

Welche Lösung ist günstiger?

Das hängt an Volumen und Schrittzahl. Der Einstieg bei Make liegt mit 9 $ monatlich niedriger, n8n beginnt bei 20 € monatlich im Jahresabo; beim Eigenbetrieb entfallen die Lizenzkosten ganz.

Kann ich Abläufe zwischen beiden umziehen?

Nicht automatisch. Abläufe werden neu gebaut, weil die Bausteine beider Plattformen unterschiedlich zugeschnitten sind. Planen Sie den Umzug in Etappen, beginnend mit den drei wichtigsten Abläufen im Parallelbetrieb, und behalten Sie die alte Umgebung so lange aktiv, bis die neue über mehrere Wochen fehlerfrei gelaufen ist.