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Glossar

Was ist Semantische Suche?

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

Semantische Suche findet Inhalte nach Bedeutung statt nach Stichwort. Sie liefert auch dann Treffer, wenn die Suchanfrage anders formuliert ist als das gesuchte Dokument, weil sie mit Embeddings arbeitet und Ähnlichkeit berechnet. Für Unternehmen ist sie meist der erste spürbare Nutzen einer KI-Einführung, weil Suchzeit unmittelbar messbar ist.

Der Unterschied zeigt sich an der täglichen Praxis: Ein neuer Mitarbeiter sucht nach „Urlaubsantrag“, das gültige Dokument heißt aber „Regelung zur Gewährung von Erholungsurlaub“. Die Stichwortsuche im Intranet findet nichts, die semantische Suche findet es. Jede Abteilung hat solche Begriffspaare, und sie sind der Grund, warum Wissen im Betrieb faktisch unauffindbar ist, obwohl es vorhanden ist.

Im Betrieb kommt sie in zwei Ausbaustufen vor. Die einfache Variante liefert eine Trefferliste wie eine Suchmaschine, nur besser sortiert. Die zweite Variante formuliert daraus über RAG eine Antwort mit Quellenangabe. Die erste Stufe ist schneller eingeführt und für viele Betriebe schon ausreichend, weil sie nichts erfindet und die Belegschaft die Ergebnisse selbst einordnet.

Der typische Fehler ist, die Berechtigungen als Detail zu behandeln. Sobald eine Suche über alle Ablagen läuft, wird sichtbar, was falsch freigegeben wurde, und das betrifft regelmäßig Personalunterlagen und Kalkulationen. Klären Sie vor der Einführung, ob die Rechte aus dem Quellsystem übernommen werden und ob sie bei jeder Anfrage geprüft werden, nicht nur beim ersten Einlesen. Ein sauberes Berechtigungskonzept ist hier Voraussetzung, nicht Kür.

Messbar wird der Nutzen mit einem einfachen Versuch: Sammeln Sie zwanzig echte Fragen aus verschiedenen Abteilungen, lassen Sie sie vor der Einführung von Hand beantworten und stoppen Sie die Zeit. Denselben Satz Fragen stellen Sie danach an das System. Das ist die belastbarste Grundlage für eine Investitionsentscheidung, die Sie ohne Aufwand bekommen.

Woran Sie erkennen, dass sich eine Firmensuche lohnt

  • Mitarbeitende fragen regelmäßig Kollegen nach Dokumenten, statt sie zu suchen.
  • Es existieren mehrere Ablagen nebeneinander, etwa Dateiserver, SharePoint und ein Wiki.
  • Neue Mitarbeitende brauchen lange, bis sie sich in der Ablage zurechtfinden.
  • Fachbegriffe unterscheiden sich zwischen Abteilungen und dem Wortlaut der Dokumente.

Welche Begriffe hängen damit zusammen?

  • Embedding: Eine Zahlendarstellung von Text, mit der sich inhaltliche Ähnlichkeit berechnen lässt.
  • Retrieval Augmented Generation: Verfahren, bei dem passende Firmendokumente gesucht und dem Modell mitgegeben werden, damit die Antwort auf Belegen beruht.
  • Berechtigungskonzept: Die Regel, wer welche Inhalte sehen darf. Bei Firmensuche entscheidet sie darüber, ob eine Einführung überhaupt zulässig ist.

Wo wird Semantische Suche in der Auswahl konkret?

Begriffe helfen erst, wenn sie an einer Entscheidung hängen. Semantische Suche spielt vor allem in Wissen & Suche eine Rolle. Dort sehen Sie, wie die geprüften Lösungen mit dem Punkt umgehen, jeweils mit Quelle und Stand-Datum.

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Häufige Fragen

Ersetzt das unsere bestehende Suche im Dateiserver?

Meist nicht, sie tritt daneben und greift auf mehrere Ablagen gleichzeitig zu. Für exakte Suchen nach Aktenzeichen oder Dateinamen bleibt die klassische Suche überlegen, weshalb gute Systeme beide Verfahren kombinieren.

Sieht dann jeder alles?

Nur, wenn Sie es zulassen. Verlangen Sie eine Rechteprüfung bei jeder Anfrage und testen Sie sie vor dem Start mit zwei unterschiedlich berechtigten Konten. Diese Prüfung sollte Teil der Abnahme sein.

Quellen

  • Anbieterangaben laut Anbieter-Websites (abgerufen am 20.08.2026)