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Direktvergleich

innoGPT oder Microsoft 365 Copilot: der Direktvergleich

Zuletzt aktualisiert am · Aidan Faes

Kurz gesagt

innoGPT ist eine eigenständige Plattform aus Vechta mit Zugriff auf über 50 Modelle, Konnektoren zu SharePoint, Teams, Google Drive, Salesforce, Confluence und HubSpot sowie EU-Hosting auf AWS Frankfurt, zu 25 € pro Nutzer und Monat. Microsoft 365 Copilot ist ein Add-on zu bestehenden Microsoft-365-Abonnements für 18,20 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo und arbeitet direkt in den Office-Anwendungen (Stand 08/2026). Wer vollständig in Microsoft 365 arbeitet und die Lizenzen bereits zahlt, fährt mit Copilot einfacher; wer Modellvielfalt, CRM-Anbindung oder einen europäischen Vertragspartner braucht, mit innoGPT.

innoGPT aus Vechta verbindet einen Multi-Modell-Chat mit der Anbindung von SharePoint, Confluence, Google Drive und CRM-Systemen und ergänzt das um Governance-Funktionen. Der Anbieter gibt EU-Hosting auf AWS in Frankfurt an und schreibt, dass Software und die meisten Modelle in Europa gehostet werden. Auftragsverarbeitungsvertrag, ISO 27001 und deutschsprachiger Support sind belegt; On-Premise wird für den Enterprise-Plan ab 1.000 Nutzern genannt. Referenzen sind Böckmann, Hansaflex, PwC und die GC Gruppe.

Microsoft 365 Copilot ist ein Add-on zu bestehenden Microsoft-365-Abonnements und arbeitet direkt in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams. Über Microsoft Graph greift der Assistent auf E-Mails, Dateien und Chats zu, auf die die jeweilige Person ohnehin Zugriff hat. Für EU-Kunden gilt laut Microsoft die EU-Datengrenze; bei hoher Auslastung können Modellaufrufe in andere Regionen ausweichen, Anthropic-Modelle sind davon ausgenommen. Anbieter ist die Microsoft Corporation mit Sitz in Redmond, USA.

Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?

Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.

Passt zu Ihnen, wenn

innoGPT

  • Ihr Wissen in SharePoint, Confluence oder Google Drive liegt und durchsuchbar werden soll
  • Sie mehrere Modelle hinter einer Oberfläche mit Rechteverwaltung brauchen
  • deutschsprachiger Support und EU-Hosting Voraussetzung sind
Profil: innoGPT

Passt zu Ihnen, wenn

Microsoft 365 Copilot

  • Ihr Unternehmen ohnehin vollständig auf Microsoft 365 arbeitet
  • der Assistent direkt in Outlook, Word und Teams sitzen soll
  • Sie keine zweite Plattform neben Microsoft einführen möchten
Profil: Microsoft 365 Copilot

Wie unterscheiden sich innoGPT und Microsoft 365 Copilot in den harten Fakten?

Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 08/2026.

KriteriuminnoGPTMicrosoft 365 Copilot
Anbieter-SitzVechta, DeutschlandRedmond, USA (Microsoft Corporation)
Preis-EinstiegBusiness 25 € pro Nutzer/Monat zzgl. MwSt.; Business Max 109 €; Enterprise auf AnfrageCopilot Business 18,20 € pro Nutzer/Monat (Jahresabo, zzgl. MwSt.; Aktionspreis 15,60 € bis 30.09.2026); Enterprise 26,00 €
Free-Planneinnein
HostingEU-Hosting auf AWS Frankfurt; Software und die meisten KI-Modelle in Europa gehostetEU-Data-Boundary-Dienst für EU-Kunden; Modellaufrufe bei hoher Auslastung ggf. in anderen Regionen
AV-Vertragauf der Website genanntauf der Website genannt
ISO 27001auf der Website genanntauf der Website genannt
SOC 2nicht belegtnicht belegt
On-Premisemöglichnein
IntegrationenSharePoint, Microsoft Teams, Google Drive, SalesforceWord, Excel, PowerPoint, Outlook

Wo liegt der eigentliche Unterschied?

Beide bringen Firmenwissen in den Assistenten, aber auf verschiedenen Wegen. Copilot nutzt Microsoft Graph und spiegelt damit exakt die Berechtigungen der Person, ohne dass Sie etwas konfigurieren müssen. innoGPT bindet die Quellen über eigene Konnektoren an, dafür auch solche außerhalb der Microsoft-Welt: Google Drive, Salesforce, Confluence und HubSpot.

Der zweite Unterschied ist die Modellfrage. innoGPT nennt Zugriff auf über 50 Modelle, die Anbieter allerdings nicht namentlich. Copilot stützt sich auf Modelle von OpenAI, Anthropic und Microsoft, eine eigene Auswahl darüber hinaus ist nicht vorgesehen.

Der dritte Unterschied ist der Vertragspartner. innoGPT ist ein deutscher Anbieter mit belegtem Auftragsverarbeitungsvertrag und deutschsprachigem Support. Bei Copilot schließen Sie mit einem US-Konzern; der Vertrag ist Teil des Rahmenvertrags, deutschsprachiger Support ist ebenfalls belegt.

Wer sollte Microsoft 365 Copilot wählen?

Häuser, die vollständig in Microsoft 365 arbeiten und deren Nutzen in den Office-Anwendungen entstehen soll. Wenn Ihr Wissen ohnehin in SharePoint, Teams und Outlook liegt, brauchen Sie keine zusätzlichen Konnektoren und keine zweite Anmeldung.

Auch die Rechnung spricht in dieser Ausgangslage dafür: 18,20 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo zuzüglich Mehrwertsteuer sind weniger als 25 €, und das Microsoft-365-Abonnement zahlen Sie ohnehin. Bis zum 30.09.2026 gilt zusätzlich ein Aktionspreis von 15,60 €.

Voraussetzung bleibt eine geordnete Berechtigungslage. Copilot findet alles, worauf eine Person Zugriff hat. Wer diese Aufräumarbeit scheut, verschiebt sie nur, denn jede Wissensanbindung macht dieselbe Schwäche sichtbar.

Wer sollte innoGPT wählen?

Betriebe mit gemischter Systemlandschaft. Wenn Dokumente in Google Drive liegen, Projektwissen in Confluence und Kundendaten in Salesforce oder HubSpot, deckt innoGPT diese Quellen mit belegten Konnektoren ab, während Copilot auf die Microsoft-Welt zielt.

Auch wer keinen Microsoft-365-Vertrag hat oder ihn nicht ausweiten will, hat hier den einfacheren Weg. innoGPT setzt kein bestimmtes Büropaket voraus und adressiert laut Zielgröße Betriebe ab zehn Mitarbeitenden bis über 1.000.

Ein drittes Argument ist das Betriebsmodell: On-Premise ist im Enterprise-Plan ab 1.000 Nutzern genannt, bei Copilot laut Anbieterangaben nicht vorgesehen. Für kleinere Installationen ist dieser Punkt allerdings ohne Bedeutung.

  • Kein berechtigtes Microsoft-365-Abonnement: Copilot scheidet aus.
  • Wissen in Google Drive, Confluence, Salesforce oder HubSpot: spricht für innoGPT.
  • Arbeitstag findet in Outlook, Teams und Word statt: spricht für Copilot.
  • Europäischer Vertragspartner gefordert: bei innoGPT gegeben.
  • On-Premise ab 1.000 Nutzenden gefordert: nur bei innoGPT genannt.

Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?

innoGPT nennt Business mit 25 € pro Nutzer und Monat zuzüglich Mehrwertsteuer, Business Max mit 109 € und Enterprise auf Anfrage. Copilot Business kostet 18,20 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo zuzüglich Mehrwertsteuer, mit einem Aktionspreis von 15,60 € bis zum 30.09.2026; Enterprise liegt bei 26,00 €.

Der Vergleich hängt daran, ob Sie das Microsoft-365-Abonnement schon zahlen. Ist es vorhanden, rechnen Sie nur den Aufschlag und liegen unter innoGPT. Ist es nicht vorhanden, rechnen Sie beides zusammen, und der Abstand kehrt sich häufig um.

Einen dauerhaften Free-Plan nennt keiner der beiden Anbieter. Bei innoGPT gibt es laut Prüfprotokoll eine siebentägige Testphase. Planen Sie in beiden Fällen einen Pilot mit 10 bis 20 Personen über vier Wochen und einem messbaren Ziel, bevor Sie breit ausrollen.

Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?

Beide nennen einen Auftragsverarbeitungsvertrag und ISO 27001, bei innoGPT auf der Datenschutz- und Sicherheitsseite, bei Microsoft im Rahmenvertrag. SOC 2 ist auf den geprüften Seiten bei keinem der beiden genannt.

Beim Verarbeitungsort gibt innoGPT AWS Frankfurt an und schreibt, dass Software und die meisten Modelle in Europa laufen; welche Modelle außerhalb verarbeiten, ist nicht spezifiziert. Microsoft beschreibt für EU-Kunden die EU-Datengrenze mit der Einschränkung, dass Modellaufrufe bei hoher Auslastung in andere Regionen ausweichen können.

In beiden Fällen ist der Drittlandbezug zu dokumentieren, bei Copilot schon wegen des Unternehmenssitzes in den USA. Fordern Sie die Subprozessorenlisten an und halten Sie fest, welche Modelle Sie zulassen.

Wo fehlen Angaben?

Bei innoGPT sind die Modellanbieter nicht namentlich genannt, SOC 2 fehlt, und es bleibt offen, welche Modelle außerhalb Europas verarbeiten. Bei Copilot fehlt SOC 2 auf den geprüften Seiten ebenfalls, und der Aktionspreis endet zum 30.09.2026.

Für beide gilt: Die Angaben zu Modellen und Regionen ändern sich schneller als die Produktseiten. Lassen Sie sich den Stand schriftlich geben und prüfen Sie ihn bei jeder Vertragsverlängerung erneut.

Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll

innoGPTMicrosoft 365 Copilot
Vorteile
  • EU-Hosting in Frankfurt laut Anbieter
  • AV-Vertrag und ISO 27001 angegeben
  • Breite Konnektoren für Unternehmenswissen
  • Deutschsprachiger Anbieter und Support
Nachteile
  • Welche Modelle außerhalb Europas laufen, ist nicht spezifiziert
  • On-Premise nur im Enterprise-Plan (ab 1.000 Nutzer) genannt
  • Kein dauerhafter Free-Plan (7 Tage Test)
Vorteile
  • Tiefe Integration in die Office-Anwendungen
  • EU-Datengrenze für EU-Kunden laut Microsoft
  • AV-Vertrag im Microsoft-Rahmenvertrag enthalten
  • Keine Zweitplattform nötig
Nachteile
  • Setzt ein berechtigtes Microsoft-365-Abo voraus
  • Anbieter mit Sitz in den USA; Modellaufrufe können regional ausweichen
  • Kein On-Premise
  • Keine Modellauswahl jenseits von Microsofts Partnern

Beide im vollständigen Vergleich

Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.

Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.

LösungPreis-EinstiegHostingAVVISO 27001On-PremisePassend für
innoGPTVechta, DeutschlandBusiness 25 € pro Nutzer/Monat zzgl. MwSt.; Business Max 109 €; Enterprise auf AnfrageEU-Hosting auf AWS Frankfurt; Software und die meisten KI-Modelle in Europa gehostetjajajaIhr Wissen in SharePoint, Confluence oder Google Drive liegt und durchsuchbar werden soll
Microsoft 365 CopilotRedmond, USA (Microsoft Corporation)Copilot Business 18,20 € pro Nutzer/Monat (Jahresabo, zzgl. MwSt.; Aktionspreis 15,60 € bis 30.09.2026); Enterprise 26,00 €EU-Data-Boundary-Dienst für EU-Kunden; Modellaufrufe bei hoher Auslastung ggf. in anderen RegionenjajaneinIhr Unternehmen ohnehin vollständig auf Microsoft 365 arbeitet

Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 08/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.

Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.

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Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.

Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.

Häufige Fragen

Brauche ich für Copilot ein Microsoft-365-Abonnement?

Ja. Microsoft nennt ein berechtigtes Abonnement als Voraussetzung für Copilot Business. Ohne dieses Abonnement kommt nur eine eigenständige Plattform wie innoGPT infrage.

Welche der beiden findet meine Dokumente zuverlässiger?

Das hängt davon ab, wo sie liegen. Für SharePoint, Teams und Outlook nutzt Copilot Microsoft Graph und spiegelt die vorhandenen Berechtigungen. Für Google Drive, Confluence, Salesforce und HubSpot nennt innoGPT eigene Konnektoren. Prüfen Sie, welche Ihrer Systeme in der jeweiligen Liste stehen.

Welche Lösung ist günstiger?

Bei vorhandenen Microsoft-365-Lizenzen liegt Copilot mit 18,20 € pro Nutzer und Monat im Jahresabo unter innoGPT mit 25 € (Stand 08/2026). Ohne diese Lizenzen kommt das Abonnement hinzu, und die Rechnung verschiebt sich. Rechnen Sie beide Posten zusammen, bevor Sie entscheiden.

Kann ich beides parallel betreiben?

Technisch ja. Sinnvoll ist es nur mit einer klaren Regel, welche Aufgabe wo erledigt wird. Ohne diese Regel entstehen doppelte Kosten und uneinheitliche Ergebnisse, und die Nutzung verteilt sich zufällig.