Langdock oder meinGPT: der Direktvergleich
Zuletzt aktualisiert am · Julius Saffarin
Kurz gesagt
Der wichtigste Unterschied liegt in der Preislogik und im Hosting-Ort: Langdock rechnet mit einem festen Preis von 25 € pro Nutzer und Monat ab, ohne Staffel nach Unternehmensgröße, und hostet in der EU auf Microsoft Azure, meinGPT rechnet gestaffelt ab 18 € pro Nutzer und Monat mit fallendem Preis bei mehr Nutzern ab und verarbeitet laut Anbieter in deutschen Rechenzentren von Hetzner (Langdock Stand 08/2026, meinGPT Stand 09/2026). Für Unternehmen, die mit vielen Nutzern wachsen und einen deutschen Hosting-Partner mit vielen Anbindungen suchen, ist meinGPT die naheliegendere Wahl, wer stattdessen Agents, Workflows und ein Betriebsmodell bis On-Premise auf einer Plattform mit EU-Hosting sucht, passt eher zu Langdock.
Langdock ist eine unternehmensweite KI-Plattform der Langdock GmbH aus Berlin, die Chat, Agents, Workflows, Integrationen und eine API unter einer zentralen Verwaltung zusammenführt. Für die Modellwahl wirbt der Anbieter mit einem herstellerübergreifenden Ansatz und eigenen API-Schlüsseln, konkrete Modellanbieter nennt die Preisliste aber nur vereinzelt. Gehostet wird laut Sicherheitsseite in der EU auf Microsoft Azure, für sehr große Installationen bietet Langdock zusätzlich Single-Tenant-Betrieb, eine eigene Cloud oder On-Premise über Kubernetes an.
meinGPT ist die KI-Use-Case-Plattform der SelectCode GmbH aus Unterhaching und positioniert sich ausdrücklich für den deutschen Mittelstand, mit Chat, Modellen mehrerer Hersteller, Dateiarbeit, Assistenten und zentraler Verwaltung. Die KI-Verarbeitung läuft laut Anbieter in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland, dazu kommen mehr als ein Dutzend direkte Anbindungen an Bürosoftware und CRM-Systeme. Abgerechnet wird pro Nutzer mit einer Staffel, die mit wachsender Nutzerzahl fällt, plus einem separaten Budget für die Modellnutzung.
Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?
Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.
Passt zu Ihnen, wenn
Langdock
- Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen
- zentrale Verwaltung, Rechte und Governance wichtiger sind als ein einzelnes Spezialwerkzeug
- Sie langfristig Agents und Workflows auf derselben Plattform aufbauen möchten
Passt zu Ihnen, wenn
meinGPT
- deutsche Rechenzentren und eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters auf Ihrer Prüfliste stehen
- Sie viele Nutzer ausstatten wollen und von fallenden Staffelpreisen profitieren
- Anbindungen an Microsoft 365, Google Workspace oder CRM-Systeme wichtig sind
Wie unterscheiden sich Langdock und meinGPT in den harten Fakten?
Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 09/2026.
| Kriterium | Langdock | meinGPT |
|---|---|---|
| Anbieter-Sitz | Berlin, Deutschland | Unterhaching, Deutschland |
| Preis-Einstieg | Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage | ab 18 € pro Nutzer/Monat (1 bis 50 Nutzer, Vergleichswert bei jährlicher Zahlung), Staffel bis 5,40 € ab 501 Nutzern, zzgl. Modell-Nutzungsbudget |
| Free-Plan | nein | nein |
| Hosting | EU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprise | KI-Verarbeitung in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland |
| AV-Vertrag | nicht belegt | auf der Website genannt |
| ISO 27001 | auf der Website genannt | auf der Website genannt |
| SOC 2 | auf der Website genannt | nicht belegt |
| On-Premise | möglich | nicht belegt |
| Integrationen | nicht belegt | Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, HubSpot |
Wo liegt der eigentliche Unterschied?
Im Preismodell und im Hosting-Ort. Langdock verlangt pro Nutzer denselben Betrag, gleich wie groß das Unternehmen ist, und hostet in der EU auf Microsoft Azure. meinGPT senkt den Preis pro Nutzer mit wachsender Nutzerzahl und verarbeitet laut Anbieter in deutschen Rechenzentren von Hetzner, mit einem separaten Budget für die eigentliche Modellnutzung.
Der zweite Unterschied liegt im Funktionsumfang jenseits des Chats. Langdock nennt Agents, Workflows und Betriebsmodelle bis hin zu On-Premise für Installationen ab 5.000 Sitzen. meinGPT nennt dafür eine sehr viel breitere Liste namentlicher Anbindungen, unter anderem an Salesforce, HubSpot, Notion, GitHub, Jira und Confluence, ohne ein eigenes On-Premise-Modell zu belegen.
Wer sollte Langdock wählen?
Unternehmen, die auf einer Plattform mit Agents, Workflows und API wachsen wollen und Wert auf ein Betriebsmodell mit Option auf Single-Tenant oder On-Premise legen. Als Referenzen nennt Langdock unter anderem Merck, BASF, Würth und Trumpf, also Häuser mit entsprechend großen Installationen.
Auch wenn ein fester Preis pro Nutzer für die Budgetplanung wichtiger ist als ein mit der Größe fallender Staffelpreis, liegen Sie bei Langdock richtig: 25 € pro Nutzer und Monat gelten laut Preisseite bis 1.000 Nutzer für jede Kopfzahl gleich.
Wer sollte meinGPT wählen?
Mittelständische Betriebe mit vielen Beschäftigten, die von einem mit der Nutzerzahl fallenden Preis profitieren wollen, und Unternehmen, denen ein deutscher Hosting-Partner sowie eine breite Liste an Anbindungen an Bürosoftware wichtig sind.
- Viele Nutzer, Preis soll mit der Größe sinken: meinGPTs Staffel reicht bis 5,40 € ab 501 Nutzern.
- Deutsches Rechenzentrum als feste Anforderung: bei meinGPT mit Hetzner benannt, bei Langdock nur EU-Hosting auf Azure ohne genauen Standort.
- Viele CRM- und Projekt-Anbindungen gewünscht: bei meinGPT einzeln aufgeführt, bei Langdock war die Integrationsseite beim Prüflauf nicht erreichbar.
- On-Premise-Betrieb für eine sehr große Installation nötig: dafür eher Langdock prüfen, meinGPT belegt das nicht.
Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?
Langdock nennt für Business 25 € pro Nutzer und Monat, für Business Max 99 €, bei jährlicher Zahlung 20 Prozent günstiger, Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage (Stand 08/2026). Ein Workflows-Add-on kostet 539 bis 1.199 € im Monat, ein Governance-Add-on ist bis zum 1. Januar 2027 kostenlos und danach mit 3,50 € pro Nutzer und Monat angegeben.
meinGPT rechnet gestaffelt ab, von 18 € pro Nutzer und Monat für 1 bis 50 Nutzer bis 5,40 € ab 501 Nutzern, jeweils als jährlicher Vergleichswert (Stand 09/2026). Dazu kommt ein separates Modell-Nutzungsbudget, fest mit 9 € pro Nutzer oder als gemeinsames Budget mit einem Planungswert von 2,31 € pro Nutzer, sowie ein optionales Governance-Modul für 1,35 € pro Nutzer und Monat.
Für einen belastbaren Vergleich der beiden Angebote in Ihrer Größenordnung reicht der Einstiegspreis allein nicht: Bei Langdock bleibt der Betrag pro Kopf gleich, bei meinGPT sinkt er mit der Nutzerzahl, zusätzlich verändert das Modell-Nutzungsbudget die tatsächliche Rechnung bei beiden Anbietern.
Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?
Langdock hostet laut Sicherheitsseite in der EU auf Microsoft Azure und nennt für sehr große Installationen Single-Tenant-Betrieb ab 2.000, eine eigene Cloud oder On-Premise über Kubernetes und Helm ab 5.000 Sitzen. Ein öffentlich abrufbarer Auftragsverarbeitungsvertrag war beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht auffindbar, stattdessen verweist die Seite auf eine veröffentlichte Liste der Unterauftragsverarbeiter.
meinGPT verarbeitet KI-Anfragen laut Anbieter in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland, die Website selbst läuft zusätzlich über das Cloudflare-CDN, was laut Datenschutzseite nur die Infrastruktur der Website betrifft. Ein öffentlich herunterladbarer Auftragsverarbeitungsvertrag fehlt, Sie müssen ihn über eine Anfrageseite anfordern; ein reines On-Premise-Hosting ist nicht belegt, nur das Zusatzprodukt Outpost verbindet lokale Quellen per ausgehender Verbindung mit der Cloud.
Was ist bei beiden nicht belegt?
Bei Langdock ist der Auftragsverarbeitungsvertrag nicht öffentlich abrufbar, die Integrationsseite war beim Prüflauf nicht erreichbar, und konkrete Modellanbieter sind nur über eine einzelne Zeile in der API-Preisliste (GPT-5.5) belegt. Deutschsprachiger Support ist nicht ausdrücklich genannt.
Bei meinGPT ist SOC 2 nicht belegt, ein öffentlich herunterladbares Muster für den Auftragsverarbeitungsvertrag fehlt, und ein reines On-Premise-Hosting im eigenen Rechenzentrum ist nicht bestätigt. Auch deutschsprachiger persönlicher Support ist nicht ausdrücklich belegt, obwohl der Anbieter in Deutschland sitzt.
Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll
| Langdock | meinGPT |
|---|---|
Vorteile
| Vorteile
|
Beide im vollständigen Vergleich
Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.
Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.
| Lösung | Preis-Einstieg | Hosting | AVV | ISO 27001 | On-Premise | Passend für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| LangdockBerlin, Deutschland | Business 25 € pro Nutzer/Monat (jährlich 20 % günstiger); Enterprise ab 1.000 Nutzern auf Anfrage | EU-Hosting auf Microsoft Azure; Single-Tenant, eigene Cloud und On-Premise für Enterprise | nicht belegt | ja | ja | Sie allen Mitarbeitenden einen firmentauglichen Chat-Assistenten mit Modellwahl geben wollen |
| meinGPTUnterhaching, Deutschland | ab 18 € pro Nutzer/Monat (1 bis 50 Nutzer, Vergleichswert bei jährlicher Zahlung), Staffel bis 5,40 € ab 501 Nutzern, zzgl. Modell-Nutzungsbudget | KI-Verarbeitung in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland | ja | ja | nicht belegt | deutsche Rechenzentren und eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters auf Ihrer Prüfliste stehen |
Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 09/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.
Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.
Weitere Direktvergleiche aus KI-Assistenten
Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.
- Langdock oder DeutschlandGPT
- Langdock oder Microsoft 365 Copilot
- innoGPT oder nele.ai
- Langdock oder nele.ai
- Langdock oder innoGPT
- nele.ai oder DeutschlandGPT
Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.
Häufige Fragen
Welche der beiden ist günstiger?
Das hängt von der Nutzerzahl ab. Bei kleinen bis mittleren Teams liegt meinGPT mit 18 € pro Nutzer und Monat unter Langdocks 25 €, bei sehr großen Belegschaften sinkt der meinGPT-Preis weiter, während Langdock pro Kopf gleich bleibt. Rechnen Sie beide mit Ihrer tatsächlichen Nutzerzahl durch, bevor Sie sich entscheiden.
Wo werden meine Daten verarbeitet?
Langdock hostet laut Anbieter in der EU auf Microsoft Azure ohne genannten Standort. meinGPT verarbeitet KI-Anfragen laut Anbieter in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland.
Mit welchen Modellen arbeite ich?
Langdock wirbt mit freier Modellwahl und eigenen API-Schlüsseln, konkrete Modellanbieter sind aber kaum namentlich belegt. meinGPT nennt Modelle von OpenAI, Anthropic, Google, Mistral, DeepSeek und Kimi einzeln in der Modell-Dokumentation.
Welche Anbindungen sind wichtig für mich?
meinGPT listet deutlich mehr Anbindungen namentlich, darunter Salesforce, HubSpot, Notion, GitHub, Jira und Confluence. Für Langdock war die Integrationsseite beim Prüflauf am 20.08.2026 nicht erreichbar, fragen Sie eine aktuelle Liste direkt beim Anbieter an.
Welche passt für eine Installation ab 2.000 Nutzern?
Für diese Größenordnung nennt Langdock explizit Single-Tenant- und On-Premise-Betriebsmodelle. meinGPT positioniert sich als Mittelstandsplattform mit fallenden Staffelpreisen, ohne eine eigene On-Premise-Option zu belegen.
Brauche ich zusätzlich eine interne KI-Richtlinie?
Ja, bei beiden gleichermaßen. Die Plattform regelt Zugang, Rechte und Vertrag, eine kurze Richtlinie legt zusätzlich fest, welche Daten eingegeben werden dürfen und wer Ergebnisse prüft.