meinGPT oder Custodos: der Direktvergleich
Zuletzt aktualisiert am · Julius Saffarin
Kurz gesagt
meinGPT und Custodos bündeln beide mehrere Sprachmodelle für den Mittelstand, unterscheiden sich aber in der Preisstruktur: meinGPT nennt als Vergleichswert bei jährlicher Zahlung ab 18 € pro Nutzer und Monat mit fallenden Stufen bis 5,40 € und verrechnet die Modellnutzung zusätzlich über ein eigenes Budget, Custodos rechnet bei jährlicher Zahlung in drei festen Tarifen ab 12 € pro Platz und Monat ohne separates Nutzungsbudget (bei monatlicher Zahlung 15 €; beide Stand 09/2026). Custodos ist ein eigenes Angebot des Betreibers dieses Portals und wird hier nach denselben Maßstäben beschrieben wie meinGPT. meinGPT nennt mit Hetzner einen konkreten Hosting-Anbieter in Deutschland, Custodos lässt zwischen EU und Schweiz wählen, ohne einen Hoster zu benennen.
meinGPT der SelectCode GmbH aus Unterhaching bündelt Sprachmodelle mehrerer Hersteller in einer Oberfläche für mittelständische Unternehmen und ergänzt sie um Assistenten, Dateiarbeit und Anbindungen an gängige Bürosoftware. Die KI-Verarbeitung läuft laut Anbieter in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland, eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022 ist auf der Sicherheitsseite genannt. Abgerechnet wird pro Nutzer mit fallender Staffel, dazu kommt ein separates Nutzungsbudget für die Modelle.
Custodos bündelt Sprachmodelle von OpenAI, Anthropic, Google und Mistral in einer Oberfläche für Unternehmen im DACH-Raum und ergänzt den Chat um Firmenwissen, Assistenten, Workflows und eine mobile App. Custodos ist ein eigenes Angebot des Betreibers dieses Portals und wird deshalb nach denselben Maßstäben geprüft wie meinGPT. Der Anbieter mit Sitz in Cham, Schweiz, lässt laut eigenen Angaben die Wahl zwischen Rechenzentren in der EU und in der Schweiz, ohne einen konkreten Hoster zu nennen.
Welche der beiden passt zu Ihrem Betrieb?
Die kurze Antwort steht in den beiden Spalten. Beide Lösungen sind gleich gewichtet: Es gibt keine Empfehlung und keine Reihenfolge, sondern zwei Profile, von denen eines näher an Ihrer Ausgangslage liegt.
Passt zu Ihnen, wenn
meinGPT
- deutsche Rechenzentren und eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters auf Ihrer Prüfliste stehen
- Sie viele Nutzer ausstatten wollen und von fallenden Staffelpreisen profitieren
- Anbindungen an Microsoft 365, Google Workspace oder CRM-Systeme wichtig sind
Passt zu Ihnen, wenn
Custodos
- Sie mehrere Sprachmodelle unter einer Oberfläche wollen und zwischen Hosting in der EU und in der Schweiz wählen möchten
- neben der DSGVO auch das Schweizer Datenschutzgesetz (revDSG) für Sie zählt
- SSO und Audit-Logs schon im Einstiegstarif enthalten sein sollen
Wie unterscheiden sich meinGPT und Custodos in den harten Fakten?
Die Gegenüberstellung nennt nur, was beide Anbieter selbst veröffentlichen. Stand der Angaben: 09/2026.
| Kriterium | meinGPT | Custodos |
|---|---|---|
| Anbieter-Sitz | Unterhaching, Deutschland | Cham, Schweiz |
| Preis-Einstieg | ab 18 € pro Nutzer/Monat (1 bis 50 Nutzer, Vergleichswert bei jährlicher Zahlung), Staffel bis 5,40 € ab 501 Nutzern, zzgl. Modell-Nutzungsbudget | Mini 15 €, Business 30 €, Max 90 € pro Platz/Monat bei monatlicher Zahlung; bei jährlicher Zahlung 12 €, 24 € und 72 € (zzgl. MwSt.); Enterprise individuell |
| Free-Plan | nein | nein |
| Hosting | KI-Verarbeitung in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland | Rechenzentren in der EU oder der Schweiz, Region wählbar; Hosting-Anbieter nicht genannt |
| AV-Vertrag | auf der Website genannt | auf der Website genannt |
| ISO 27001 | auf der Website genannt | nicht belegt |
| SOC 2 | nicht belegt | nicht belegt |
| On-Premise | nicht belegt | nicht belegt |
| Integrationen | Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, HubSpot | SharePoint, Google Drive, Slack |
Wo liegt der eigentliche Unterschied?
Der wichtigste Unterschied liegt in der Preisstruktur. meinGPT staffelt den Nutzerpreis von 18 € bei 1 bis 50 Nutzern bis 5,40 € ab 501 Nutzern und verrechnet die Modellnutzung zusätzlich über ein festes oder gemeinsames Budget. Custodos rechnet in drei festen Tarifen ab, in denen die Modellnutzung laut Preisseite bereits enthalten ist.
Der zweite Unterschied betrifft Hoster und Nachweis. meinGPT nennt mit Hetzner einen konkreten Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland und eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022. Custodos nennt weder einen Hoster noch eine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2, lässt dafür aber die Region zwischen EU und Schweiz wählen.
Der dritte Unterschied ist die Integrationsbreite. meinGPT nennt eine lange Liste an Anbindungen, darunter Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, HubSpot und Jira. Custodos nennt SharePoint, Google Drive und Slack sowie eine allgemeine Funktion für Firmenwissen, weitere Quellen sind laut Anbieter anbindbar, aber nicht einzeln benannt.
Wer sollte meinGPT wählen?
Unternehmen mit vielen Nutzenden, die von fallenden Staffelpreisen profitieren wollen, sind bei meinGPT richtig. Ab 501 Nutzern sinkt der Preis laut Preisseite auf 5,40 € pro Nutzer und Monat, deutlich unter Custodos' höchstem Einzeltarif.
Ein zweites Argument ist die Nachweislage beim Hosting. Wer einen benannten Rechenzentrumsbetreiber in Deutschland und eine Zertifizierung nach ISO 27001 als feste Prüfkriterien hat, findet beides bei meinGPT direkt auf der Sicherheitsseite.
Auch bei den Anbindungen ist meinGPT breiter aufgestellt: Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, HubSpot, Notion, GitHub, Jira und Confluence sind laut Anbieter direkt verbunden. Für Betriebe, die viele bestehende Systeme anschließen wollen, verkürzt das die Einführung.
Wer sollte Custodos wählen?
Unternehmen, die eine einfache, feste Preisstruktur ohne separates Nutzungsbudget bevorzugen, finden bei Custodos die klarere Rechnung: Der Preis pro Platz und Monat deckt laut Preisseite die Modellnutzung mit ab, ohne zusätzliche Abrechnungsgröße.
Wer neben der DSGVO auch das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz beachten muss, bekommt bei Custodos laut Anbieter die Wahl zwischen EU- und Schweizer Rechenzentren. Für meinGPT ist eine vergleichbare Aussage zur Schweiz nicht belegt, die KI-Verarbeitung läuft laut Anbieter ausschließlich in Deutschland.
Wer sich für Custodos entscheidet, sollte einkalkulieren, dass der Anbieter laut Impressum eine GmbH in Gründung ist, keine Referenzkunden nennt und weder ISO 27001 noch SOC 2 belegt, während meinGPT die ISO-27001-Zertifizierung öffentlich zeigt. Prüfen Sie deshalb vor einer Entscheidung gezielt, welche Nachweise Ihre Beschaffung verlangt.
- Viele Nutzende und fallende Staffelpreise gewünscht: spricht für meinGPT.
- Feste Preisstruktur ohne separates Nutzungsbudget gewünscht: spricht für Custodos.
- EU- oder Schweiz-Hosting soll wählbar sein: bei Custodos laut Anbieter möglich, bei meinGPT nicht belegt.
- Breite Anbindung an Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce oder HubSpot wichtig: bei meinGPT belegt.
Wie unterscheiden sich Preis und Abrechnung?
meinGPT staffelt den Nutzerpreis als jährlichen Vergleichswert: 18 € bei 1 bis 50 Nutzern, 13,50 € bei 51 bis 100, 9,90 € bei 101 bis 250, 7,20 € bei 251 bis 500 und 5,40 € ab 501 Nutzern, jeweils zzgl. eines Modell-Nutzungsbudgets von 9 € pro Nutzer oder eines geplanten gemeinsamen Budgets von 2,31 € (Stand 09/2026).
Custodos nennt drei feste Tarife bei monatlicher Zahlung: Mini 15 €, Business 30 € und Max 90 € pro Platz und Monat zzgl. Mehrwertsteuer; bei jährlicher Zahlung sind es 12 €, 24 € und 72 €, Enterprise individuell (Stand 09/2026).
Für eine belastbare Kostenrechnung müssen Sie bei meinGPT beide Bestandteile addieren, Nutzerpreis und Modellbudget, und wissen, wie viele Nutzende in welche Staffel fallen. Bei Custodos genügt die Zahl der Plätze und der gewählte Tarif; ein zusätzliches Nutzungsbudget ist laut Preisseite nicht vorgesehen.
Was gilt beim Datenschutz und beim Betriebsmodell?
meinGPT verarbeitet KI-Anfragen laut Anbieter in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland und nennt eine Zertifizierung nach ISO/IEC 27001:2022. Ein öffentlich herunterladbarer Auftragsverarbeitungsvertrag fehlt, Nachweise inklusive AVV werden erst nach E-Mail-Anfrage freigeschaltet.
Custodos nennt Rechenzentren in der EU oder der Schweiz mit wählbarer Region und wirbt mit DSGVO- und revDSG-Konformität, weder ISO 27001 noch SOC 2 sind belegt. Auch hier wird der Auftragsverarbeitungsvertrag nur zugesagt, nicht öffentlich bereitgestellt.
On-Premise im eigentlichen Sinn ist bei keinem der beiden Anbieter belegt. meinGPT bietet mit Outpost eine Cloud-Anbindung lokaler Dateien und Dienste, kein echtes On-Premise-Hosting; Custodos nennt gar keine On-Premise-Option.
Was ist bei beiden nicht belegt?
Bei meinGPT sind eine Zertifizierung nach SOC 2, ein öffentlich abrufbares AVV-Dokument, echtes On-Premise-Hosting und deutschsprachiger persönlicher Support nicht belegt, nur indirekt über die deutsche Kontaktseite erkennbar. Auch der genaue Leistungsumfang des Governance-Moduls ist nicht näher beschrieben.
Bei Custodos fehlen eine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2, ein öffentlich abrufbares AVV-Dokument, der Name des Hosting-Anbieters und Referenzkunden auf der Website; eine bezifferte Zielgröße nennt der Anbieter ebenfalls nicht.
Für beide gilt: Lassen Sie sich AVV und Sicherheitsnachweise vor Vertragsschluss schriftlich zusenden, statt sich auf allgemeine Aussagen auf der Website zu verlassen.
Vor- und Nachteile aus dem Prüfprotokoll
| meinGPT | Custodos |
|---|---|
Vorteile
| Vorteile
|
Beide im vollständigen Vergleich
Der Direktvergleich zeigt zwei Lösungen. Im Kategorie-Vergleich stehen alle geprüften Lösungen dieser Kategorie nebeneinander, inklusive derer, die hier nicht auftauchen.
Tabelle seitlich scrollbar, erste Spalte bleibt stehen.
| Lösung | Preis-Einstieg | Hosting | AVV | ISO 27001 | On-Premise | Passend für |
|---|---|---|---|---|---|---|
| meinGPTUnterhaching, Deutschland | ab 18 € pro Nutzer/Monat (1 bis 50 Nutzer, Vergleichswert bei jährlicher Zahlung), Staffel bis 5,40 € ab 501 Nutzern, zzgl. Modell-Nutzungsbudget | KI-Verarbeitung in Rechenzentren von Hetzner in Deutschland | ja | ja | nicht belegt | deutsche Rechenzentren und eine ISO-27001-Zertifizierung des Anbieters auf Ihrer Prüfliste stehen |
| CustodosCham, SchweizEigenes Angebot des Betreibers | Mini 15 €, Business 30 €, Max 90 € pro Platz/Monat bei monatlicher Zahlung; bei jährlicher Zahlung 12 €, 24 € und 72 € (zzgl. MwSt.); Enterprise individuell | Rechenzentren in der EU oder der Schweiz, Region wählbar; Hosting-Anbieter nicht genannt | ja | nicht belegt | nicht belegt | Sie mehrere Sprachmodelle unter einer Oberfläche wollen und zwischen Hosting in der EU und in der Schweiz wählen möchten |
Anbieterangaben laut Anbieter-Websites, Stand 09/2026. „nicht belegt“ heißt: auf der Anbieter-Website nicht gefunden. Reihenfolge alphabetisch, keine Rangfolge.
Weiter zum vollständigen Vergleich: KI-Assistenten & LLM-Plattformen. Wie wir auswählen und woran wir verdienen, steht auf Wie wir vergleichen.
Weitere Direktvergleiche aus KI-Assistenten
Selten steht die Wahl zwischen genau zwei Lösungen fest. Diese Gegenüberstellungen betreffen dieselbe Kategorie und beantworten die Frage aus einem anderen Blickwinkel.
- Langdock oder DeutschlandGPT
- Langdock oder Microsoft 365 Copilot
- innoGPT oder nele.ai
- Langdock oder nele.ai
- Langdock oder innoGPT
- nele.ai oder DeutschlandGPT
Wer vom eigenen Werkzeug aus sucht statt von zwei Kandidaten, findet den Einstieg bei den Alternativen zu bekannten Werkzeugen.
Häufige Fragen
Welche der beiden ist günstiger?
Für kleine Teams liegt Custodos bei jährlicher Zahlung mit dem Mini-Tarif ab 12 € pro Platz und Monat niedriger als meinGPTs Vergleichswert von 18 € pro Nutzer und Monat bei jährlicher Zahlung zuzüglich Modellbudget (bei monatlicher Zahlung liegt Custodos bei 15 €). Bei sehr vielen Nutzenden kann meinGPT durch die fallende Staffel ab 501 Nutzern günstiger werden (Stand 09/2026).
Wer nennt einen konkreten Hosting-Anbieter?
meinGPT nennt Hetzner-Rechenzentren in Deutschland als Verarbeitungsort. Custodos lässt die Wahl zwischen EU und Schweiz, nennt aber keinen konkreten Rechenzentrumsbetreiber.
Ist Custodos ein eigenes Angebot des Betreibers?
Ja, Custodos gehört zum Betreiber dieses Portals. Wir prüfen es nach denselben Maßstäben wie meinGPT und nennen offen, welche Nachweise bei Custodos fehlen, etwa eine Zertifizierung nach ISO 27001 oder SOC 2. Eine Empfehlung für eine der beiden Seiten sprechen wir nicht aus.
Welche Integrationen bieten die beiden?
meinGPT nennt eine lange Liste, darunter Microsoft 365, Google Workspace, Salesforce, HubSpot, Notion und Jira. Custodos nennt SharePoint, Google Drive und Slack, weitere Quellen laut Anbieter anbindbar, aber nicht einzeln benannt.
Gibt es bei beiden eine kostenlose Testphase?
Beide haben keinen dauerhaften Free-Plan. meinGPT begrenzt Test- und Demolizenzen laut AGB auf bis zu 7 Tage, Custodos nennt ebenfalls eine siebentägige Testphase ohne Kreditkarte.
Welche passt für ein Unternehmen mit über 500 Mitarbeitenden?
Für diese Größenordnung nennt meinGPT mit 5,40 € pro Nutzer und Monat ab 501 Nutzern einen klaren Staffelpreis. Custodos beziffert keine Zielgröße und bietet nur den Max-Tarif oder ein individuelles Enterprise-Angebot an.